Fahrplan für BER-Fertigstellung soll bis zum Sommer stehen

07.03.2017 - 10:39 0 Kommentare

Bis zum Sommer soll der Zeitplan für die Fertigstellung des BER vorliegen. Derweil bietet sich Brandenburgs Flughafenkoordinator als neuer Aufsichtsratschef an. Und die Berliner CDU stellt eine Forderung auf.

Noch ist der BER eine Baustelle. - © © dpa - Bildfunk - Bernd Settnik

Noch ist der BER eine Baustelle. © dpa - Bildfunk /Bernd Settnik

Der neue Chef des Hauptstadtflughafens, Engelbert Lütke Daldrup, will bis zum Sommer einen Zeitplan für die Fertigstellung der Baumaßnahmen am BER vorlegen. Danach solle ein Fahrplan für die Inbetriebnahme erarbeitet werden. Das sagte er jetzt im RBB-Inforadio.

"Wir werden dann intensiv diskutieren, wann der richtige Zeitpunkt ist, einen belastbaren, auf Herz und Nieren geprüften Fahrplan für die Inbetriebnahme vorzulegen. Da werde ich mich heute nicht festlegen", sagte Lütke Daldrup. Bei der Terminplanung sei Sicherheit notwendig: "Es geht nicht darum, irgendeinen Termin zu benennen, sondern wir müssen einen Termin haben, den wir auch einhalten können."

© dpa, Soeren Stache Lesen Sie auch: Berliner Staatssekretär Lütke Daldrup wird neuer BER-Chef

Der Berliner Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup soll als neuer Flughafenchef den künftigen Hauptstadtflughafen BER an den Start bringen. Der Aufsichtsrat hatte den Stadtplanungs-Ingenieur einstimmig zum Nachfolger von Karsten Mühlenfeld ernannt, der nach einer umstrittenen Personalentscheidungen seinen Posten räumen muss.

Brandenburgs Flughafenkoordinator bringt sich ins Spiel

Die komplizierte Personalstruktur erfordert es, dass auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) den Posten als BER-Aufsichtsratschef aufgibt. Ein Nachfolger steht noch nicht fest - Brandenburgs Flughafenkoordinator und Staatssekretär Rainer Bretschneider wäre aber bereit, das Amt zu übernehmen. "Ich würde mich nicht verweigern", sagte der SPD-Politiker jetzt im RBB-Inforadio.

Rainer Bretschneider (SPD), Staatssekretär und Flughafenkoordinator in der Brandenburger Staatskanzlei Foto: © dpa, Bernd Settnik

Der Aufsichtsrat tagt am 17. März wieder, zunächst leiten ihn die stellvertretenden Vorsitzenden. Neben Bretschneider ist das der Funktionär der Gewerkschaft Verdi, Holger Rößler.

Stimmen für externen Experten werden laut

Geht es nach der Berliner CDU, soll der Aufsichtsrat mit externen Fachleuten statt mit Politikern besetzt werden. "Die Berliner Senatoren und auch Herr Müller haben den Aufsichtsrat verlassen, alle Berliner Aufsichtsratsmandate sind neu zu besetzen", sagte CDU-Generalsekretär Stefan Evers dem Sender 105'5 Spreeradio.

Dies sei nun eine Chance, Sachverstand von außen in das Kontrollgremium für den Hauptstadtflughafen zu holen. Die CDU werde bei der Sitzung im Abgeordnetenhaus an diesem Donnerstag eine entsprechenden Antrag stellen. "Das wäre zumindest eine Chance in diesen Tagen, von der ein starkes Signal ausgehen könnte, in Zukunft die Einmischung der Politik in dieses Projekt zu reduzieren", meinte Evers.

Schon bevor bekannt wurde, dass Mühlenfeld geht und Lütke Daldrup übernimmt, hatte sich der Vorstandsvorsitzende der Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland, Peter Dehnen, ähnlich geäußert. Politiker gehörten bei einem öffentlichen Unternehmen nicht in den Aufsichtsrat, sondern in die Gesellschafterversammlung. "Dort haben sie Kontrolle über das Kapital, das reicht", so Dehnen.

Von: ch, dpa
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