Fachmesse Transport Logistic erzielt neuen Rekord

15.05.2017 - 17:00 0 Kommentare

Mehr Aussteller, höhere Besucherzahlen: Die Münchner Transport Logistic hat eine positive Bilanz gezogen. Zwei Ankündigungen auf der Messe waren aus Luftfracht-Sicht besonders interessant.

Die nächste Transport Logistic mit ihrer Untermesse Air Cargo Europe findet im Mai 2019 in München statt.  - © © Transport Logistic -

Die nächste Transport Logistic mit ihrer Untermesse Air Cargo Europe findet im Mai 2019 in München statt. © Transport Logistic

Die auf dem Messegelände der Stadt München veranstaltete Transport Logistic mit ihrer Untermesse Air Cargo Europe (ACE) hat mehr Besucher und Aussteller angezogen als je zuvor. Nach Aussage von Gerhard Gerritzen, dem Stellvertretenden Geschäftsführer der Messegesellschaft, hatten rund 2200 Aussteller einen Stand gebucht. Das ist ein Plus von rund sechs Prozent gegenüber der Vorgängerveranstaltung 2015. Mit einer Zunahme von etwa zehn Prozent auf insgesamt 60.700 Besucher stieg deren Zahl sogar noch stärker.

Gerritzen betonte, dass die zweijährig in München stattfindende Transport Logistic mit ihrer Fachmesse Air Cargo Europe immer internationaler würde. So kämen mehr als die Hälfte der Aussteller und 43 Prozent aller Besucher aus dem Ausland. Auch diese Zahlen stellen neue Rekordmarken dar.

Cargolux und Emirates kooperieren

Einen besonderen Run auf die Hallenflächen gab es bei der Air Cargo Europe, bei der 220 Frachtfluggesellschaften, Cargo-Abfertiger, Flughäfen, Frachtvertriebsagenten oder Spezialdienstleister der Cargo-Industrie einen Stand gebucht hatten. "Damit war die Halle bis auf den letzten Meter ausgebucht", so Gerritzen.

Die Cargolux-Flotte (inklusie Cargolux Italy) besteht derzeit aus mehr als 25 Frachtmaschinen des Typs Boeing 747. Foto: © Cargolux

Die wichtigste der im Laufe der Veranstaltung verkündeten Neuigkeiten war der Pakt zwischen Cargolux und Emirates. Laut Ankündigung beider Gesellschaften wollen sie auf den Umläufen zwischen Dubai und Luxemburg künftig die Beförderungskapazität beider Flotten beim Frachttransport gemeinsam nutzen.

Dazu will Emirates ab Juni Frachtflüge zwischen Dubai und Luxemburg aufnehmen. Umgekehrt will Partner Cargolux die Anzahl ihrer bislang drei wöchentlichen Verbindungen per Großfrachter Boeing 747F auf dieser Strecke um weitere Flüge aufstocken. Auch wollen beide Gesellschaften bei der Bodenabfertigung der Sendungen an den Standorten Dubai und Luxemburg arbeitsteilig zusammenarbeiten.

Antonov will Repräsentanzen-Netz aufbauen

Zweites thematisches Highlight war die Ankündigung von Antonov Airlines, ein weltweites Netz von Repräsentanzen aufzubauen. Eigene Büros betreibt der vor allem im Segment der Charterflüge aktive ukrainische Kapazitätsanbieter bereits am Flughafen London Stansted und in Japan (Tokio, Osaka). Als nächstes soll noch im Juni eine Niederlassung in Houston, Texas folgen. Weitere Stationen sind nach Aussage des stellvertretenden Leiters von Antonov Airlines, Oleg Orlov, in China, Indien und Malaysia geplant.

Der Schritt, bestätigte Orlov, sei auch politisch motiviert, um sämtliche Geschäftsverbindungen zu Russland wegen der Krim-Besetzung und den militärischen Auseinandersetzungen im Ostteil der Ukraine zu kappen. Antonov ist der Hersteller des Großfrachters AN-124, der in Russland vor allem von der Chartergesellschaft Volga-Dnepr genutzt wird. Die Ersatzteil-Belieferung für deren Frachter hat Antonov inzwischen komplett gestoppt.

Von: Heiner Siegmund
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