Beruf & Karriere Extra-Ausbildung für Flugbegleiter kommt

24.02.2017 - 16:33 0 Kommentare

Flugbegleiter können sich bald zum "Fachberater für Servicemanagement" ausbilden lassen. Die neue Qualifizierung mit IHK-Abschluss ist das Ergebnis der Schlichtung im Lufthansa-Tarifstreit mit der Ufo.

Flugbegleiter der Lufthansa stehen in der Economy Class der neuen Boeing 747-8I - © © dpa - Arne Dedert

Flugbegleiter der Lufthansa stehen in der Economy Class der neuen Boeing 747-8I © dpa /Arne Dedert

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Frankfurt hat eine neue Fortbildungsmöglichkeit zum "Fachberater für Servicemanagement" aufgelegt. Das teilte die Flugbegleitergewerkschaft Ufo jetzt mit. Als Abschluss der außerbetrieblichen Weiterbildung winkt ein Abschluss mit IHK-Zertifikat.

Die neue IHK-Qualifizierung ist das Ergebnis der Schlichtung im Tarifstreit der Flugbegleitergewerkschaft mit der Lufthansa vom Juli vergangenen Jahres. Damals hatten sich die Tarifparteien auf die Einführung einer "Extra-Ausbildung auf Bachelor-Niveau" für Flugbegleiter geeinigt.

© dpa, Britta Pedersen Lesen Sie auch: Lufthansa-Flugbegleiter bekommen mehr Geld und Extra-Ausbildung

Noch in diesem Jahr sollen bereits die ersten Prüfungen vor der IHK angeboten werden. Die IHK entwickle zuvor noch die genaue Umsetzung, einschließlich der Vorgaben für betriebliche Ausbildungselemente, konkretisierte Christoph Drescher, Ufo-Vorstand für Berufspolitik, auf airliners.de-Nachfrage. Den Rahmenlehrplan habe die Ufo maßgeblich mitgestaltet.

Ein Bachelor-Niveau sei mit der neuen Fachberater-Qualifizierungsmaßnahme zwar noch nicht ganz umgesetzt, sagte Drescher. Die IHK-Fortbildung sei aber ein erster Schritt dazu. Da die Zusatzausbildung Mitarbeitern anderer Serviceberufe ebenfalls offenstehe, biete der IHK-Abschluss für Flugbegleiter allerdings auch so schon eine Erweiterung der beruflichen Perspektiven außerhalb der reinen Flugbegleitertätigkeit.

Weiterhin keine Flugbegleiter-Erstausbildung

Die Flugbegleitergewerkschaft sieht in dem "Fachberater für Servicemanagement (IHK)" erstmals auch ein anerkanntes Berufsbild für Flugbegleiter. Allerdings ist die neue Qualifizierung nicht mit einer beruflichen Erstausbildung zum Flugbegleiter zu verwechseln. Eine solche gibt es auch weiterhin nicht, denn der Erwerb einer Flugbegleiter-Bescheinigung dauert inklusive airlinespezifischer Trainingseinheiten nur wenige Wochen.

Wer Flugbegleiter werden will, hat derzeit beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Etliche Fluggesellschaften suchen hierzulande nach Personal in der Kabine. Am Arbeitsmarkt herrscht quasi Vollbeschäftigung bei den gut gebildeten, multikulturell orientierten jungen Menschen.

Hinzu kommt, dass viele Flugbegleiter ihren Job traditionell nur als vorübergehende Tätigkeit ansehen. Die Bestrebungen vieler Airlines, verstärkt auf Zeitarbeit und saisonal befristete Arbeitsverhältnisse zu setzen, passt dennoch nicht jedem Bewerber.

© dpa, Arne Dedert Lesen Sie auch: Hoher Bedarf an Flugbegleitern stellt Airlines vor Herausforderungen

Von: dh
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