Firmenbeitrag ( Was ist das? )

Das muss man beim Export von Wirtschaftsgütern beachten

01.07.2016 - 09:30 0 Kommentare

Täglich bringen Flugzeuge, Lastwagen, Schiffe und Eisenbahnen Waren in alle Länder der EU und die ganze Welt. Doch was muss ein Unternehmer beachten, wenn er Wirtschaftsgüter versenden möchte? Eine Übersicht.

Luftfracht - © Fotolia, #196713  - © Udo Kroener

Luftfracht Fotolia, #196713 /© Udo Kroener

In der heutigen Zeit ist es kein Problem mehr, Wirtschaftsgüter in die ganze Welt zu verschicken. Täglich bringen unzählige Flugzeuge, Lastwagen, Schiffe und Eisenbahnen Waren in alle Länder der EU und die ganze Welt. Besonders beliebt ist mittlerweile die Luftfracht, da sie im Gegensatz zu anderen Verkehrsmitteln vor allem Schnelligkeit verspricht. Doch was muss ein Unternehmer beachten, wenn er Wirtschaftsgüter versenden möchte?

Vor- und Nachteile der Luftfracht

Wer seine Waren verschicken möchte, hat verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun. Jedes Verkehrsmittel besitzt verschiedene Vor- und Nachteile gegenüber den anderen. Das gilt auch für das Flugzeug. Der Luftverkehr zeichnet sich vor allem durch seine Schnelligkeit aus, da das Flugzeug auf Mittel- und Langstrecken das schnellste aller Verkehrsmittel ist. Gleichzeitig wird die Luftfracht als sehr sicher und zuverlässig eingestuft. Auf der anderen Seite ist das Flugzeug auch teurer als andere Verkehrsmittel und die Schadstoffemissionen sind höher. Ein Transport per Flugzeug lohnt sich oft auch nur dann, wenn in Reichweite des zu beliefernden Kunden ein Luftfrachthafen vorhanden ist.

Das müssen Unternehmer beim Intrahandel beachten

Den Handel innerhalb der EU nennt man Intrahandel. Im Gegensatz dazu steht der Extrahandel, der den Handel mit Drittstaaten bezeichnet. Die Reglungen rund um den Intrahandel sind wesentlich lockerer als beim Handel mit Nicht-EU Ländern. Denn der Handel innerhalb der EU ist frei und kommt größtenteils ohne Zollkontrollen aus. Ein Handel über die Landesgrenzen ist zwar von der Mehrwertsteuer befreit, der Verkäufer muss aber die Steuer auf den sogenannten innergemeinschaftlichen Erwerb entrichten.

Wer einen Umsatz von mehr als 500.000 Euro im Jahr mit anderen EU-Staaten generiert, muss zudem die Daten zu seinen Warenlieferungen an das Statistische Bundesamt übermitteln (die sogenannte Intrastat-Meldung). Dies ist notwendig, damit Statistiken rund um die Themen Handels- und Entwicklungspolitik aufgestellt werden können. Des Weiteren können folgende Dokumente hinzukommen:

  • Innergemeinschaftliches Warenbegleitdokument für verbrauchssteuerpflichtige Waren: Die Verbrauchssteuer ist dann in dem Land zu entrichten, von wo aus die Ware geschickt wird
  • T2L-Dokument: Diese Dokument wird verlangt, falls die Ware während des Transports das Gebiet der EU verlässt (z.B. Transport auf die Kanarischen Inseln)
  • Ausfuhrbegleitdokument: Dieses Dokument muss ausgefüllt werden, wenn unverzollte Waren aus einem Drittland innerhalb der EU weiterverschickt werden sollen

Was man bei einem Versand in Drittländer beachten muss

Die Lieferung in ein Land, das nicht Mitglied der EU ist, gestaltet sich als komplizierter, als der Intrahandel. Denn neben dem nationalen Recht und dem EU-Recht muss sich der Unternehmer hier auch mit den internationalen Vereinbarungen auskennen und sich Kenntnisse über die Regelungen im Land des Empfängers einholen. Das Ausfuhrbegleitdokument muss in diesem Fall für jede Lieferung erstellt werden, deren Wert die 1000 Euro Marke überschreitet, oder die mehr als 1000 Kilogramm wiegt.

Entscheidend ist auch, ob es sich bei der zu versendenden Ware um Güter handelt, die einen präferenziellen oder einen nichtpräferenziellen Ursprung haben. Danach wird beurteilt, ob eine Ware eine Zollermäßigung erfährt oder nicht. Bei der Bestimmung von Waren mit einem präferenziellen Ursprung spielen folgende Beurteilungen eine Rolle:

  • Ist die Ware in vollständigem Maße in einem EU-Land gewonnen oder gefertigt worden?
  • Wurde die Ware zu einem Großteil in einem EU-Land be- oder verarbeitet?
  • In welchem Land hat der höchste Wertezuwachs der Ware stattgefunden?

Welche Dokumente können noch notwendig sein?

Einige Länder, wie beispielsweise Kanada oder Neuseeland, verlangen sogenannte Zollfakturen. Dabei handelt es sich um spezielle Rechnungen, die neben der üblichen Handelsrechnung auszufüllen sind. Einige Mittel- und südamerikanische Staaten verlangen bei einer Warensendung ein Konsulatsformular. Dieses muss der Exporteur kostenpflichtig vom zuständigen Konsulat beglaubigen lassen, eine einfache Unterschrift genügt in diesem Fall nicht.

Darüber hinaus gibt es jedoch noch eine Vielzahl weitere Dokumente, die bei der Ausfuhr von Waren wichtig sein können. Der Exporteur sollte sich deshalb stets mit den Bedingungen der jeweils beteiligten Länder auseinandersetzen, um Komplikationen oder Geldbußen zu umgehen. Der Export innerhalb der EU ist dabei relativ unkompliziert, schwieriger ist die Lieferung von Waren ins Nicht-EU-Land. Um den Überblick über die eigene Warenwirtschaft zu behalten, kann auch stets eine entsprechende Softwarelösung, wie beispielsweise von Lexware, hilfreich sein.

Firmenbeitrag von: Lexware ( Was ist das? )
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