Obermann soll Chefaufseher bei Airbus werden

28.03.2018 - 07:26 0 Kommentare

Ein Platz im Airbus-Aufsichtsrat ist nicht genug: Obermann soll im April laut Medienberichten zum Chef des Gremiums gewählt werden. Möglich wird dies durch das Ausscheiden von Konzernchef Enders.

René Obermann - © © dpa - Oliver Berg

René Obermann © dpa /Oliver Berg

Der frühere Telekom-Chef René Obermann gilt wohl als Favorit für das Amt des Verwaltungsratsvorsitzenden beim europäischen Flugzeugbauer Airbus. Dies berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungs- und Diplomatenkreise.

Dass Obermann in diesem Jahr in das Gremium einziehen solle, war schon bekannt. Allerdings hieß es Ende Februar vom Konzern selbst nur, Obermann solle den Platz des früheren Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Hans-Peter Keitel, übernehmen, dessen Amtszeit auslaufe.

Obermann soll demnach dem Franzosen Denis Ranque als Oberaufseher nachfolgen. Allerdings gebe es noch keinen formalen Beschluss über die Besetzung des Postens.

Enders-Abschied macht Weg für Obermann frei

Deutschland und Frankreich, die Hauptaktionäre bei Airbus, teilen die Führungspositionen traditionell untereinander auf. Da der derzeit amtierende deutsche Vorstandsvorsitzende Tom Enders im Frühjahr 2019 seinen Posten wahrscheinlich für einen Franzosen räumt, ist der Weg für Obermann an die Spitze des Kontrollgremiums frei.

Aktionärsstruktur Airbus
Angaben in Prozent
Streubesitz 73.6
GZBV (deutscher Staat) 11.1
Sogepa (französischer Staat) 11.1
Sepi (spanischer Staat)<</th> 4.2

Anteilseigner von Airbus zum Stichtag 31. Dezember 2017. Quelle: Airbus

Airbus und Obermann hätten sich laut "Handelsblatt" dazu nicht geäußert. Der 55-jährige Obermann ist Chef des Private-Equity-Unternehmens Warburg Pincus und sitzt unter anderem im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp. Der Konzern werde Obermann auf der Hauptversammlung am 11. April vorschlagen.

2014 war Obermann als neuer Lufthansa-Chef nach Christoph Franz im Gespräch. Der jetzige Konzernlenker Carsten Spohr galt damals schon als "interne Lösung" und setzte sich schließlich durch.

Von: cs, AFP
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