Ex-Flughafenchef Mühlenfeld für Tegel-Weiterbetrieb

25.01.2019 - 12:53 0 Kommentare

Der frühere Berliner Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hat sich dafür ausgesprochen, den Flughafen Tegel parallel zum künftigen Hauptstadt-Airport BER in Betrieb zu lassen. "Die zwei Startbahnen am BER geben die Kapazität niemals her, die in Berlin nötig ist", sagte Mühlenfeld, der inzwischen Manager bei Ryanair ist, am Freitag im Abgeordnetenhaus. "Man braucht in Berlin auch eine dritte Startbahn und was bietet sich da mehr an als eine Startbahn in Tegel offen zu halten?"

Karsten Mühlenfeld. - © © dpa - Gregor Fischer

Karsten Mühlenfeld. © dpa /Gregor Fischer

Beschlossen ist, dass Tegel spätestens ein halbes Jahr nach der für Oktober 2020 geplanten Eröffnung des neuen Flughafens in Schönefeld schließt. Mühlenfeld war von 2015 bis 2017 Geschäftsführer der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft.

Mühlenfeld warnte im BER-Untersuchungsausschuss, auch die Terminalgebäude in Schönefeld seien zu klein für die erwarteten Passagierzahlen. Mühlenfeld widersprach offiziellen Angaben, wonach Tegel bei einem Weiterbetrieb für rund 1,1 Milliarden Euro saniert werden müsste. "Wenn man sich beschränkt auf den Ring und Terminal D, dann kann man das deutlich unter einer Milliarde Euro hinbekommen." Tegel werde auch danach Gewinn abwerfen.

© dpa, Daniel Bockwoldt Lesen Sie auch: Spohr fordert neue Tegel-Debatte

Von: br, dpa
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