Ex-Air-Berlin-Tochter fliegt zum LBA

Exklusiv 05.06.2018 - 15:00 0 Kommentare

Die von Thomas Cook gekaufte Air-Berlin-Tochter Aviation hebt im Sommer für Condor ab. Auf den letzten Drücker wurden jetzt drei Maschinen nach airliners.de-Informationen zum LBA geflogen: Zwei dürfen abheben, bei einer muss nachgebessert werden.

Die ehemalige Niki-A321 mit der Registrierung OE-LCC fliegt inzwischen als D-ATCA im Condor-Liniendienst. - © © AirTeamImages.com - Georg Lobendanz

Die ehemalige Niki-A321 mit der Registrierung OE-LCC fliegt inzwischen als D-ATCA im Condor-Liniendienst. © AirTeamImages.com /Georg Lobendanz

Drei Maschinen der ehemaligen Air Berlin Aviation (gegründet als Aeronautics) sind laut Flugplandaten vergangene Woche in Braunschweig gewesen. Nach airliners.de-Informationen mussten die Airbus-Flugzeuge zum dort ansässigen Luftfahrt-Bundesamt (LBA) fliegen, weil sie auf die dringend benötigte Freigabe warteten.

Demnach war keine Zeit mehr, dass Mitarbeiter des LBA zu einem späteren Termin für die Abnahme nach Frankfurt reisen. Denn: Die Maschinen müssen pünktlich mit Beginn der Hauptreisesaison abheben können.

Eine A321 wartet noch auf die Freigabe

Der Reisekonzern Thomas Cook hatte die eigentlich für den Eurowings-Wet-Lease ins Leben gerufene Air-Berlin-Tochter nach der Insolvenz des Carriers gekauft. Slots sind damit womöglich über Umwege zu bekommen. Die Airline fliegt im Sommer mit fünf Maschinen für Condor.

Zwei A321-Maschinen sind bereits seit längerer Zeit in der Luft (siehe Kasten). Weitere zwei der angesprochenen drei Flugzeuge erhielten in Braunschweig vergangene Woche auch ihre Registrierungen und sind nun im Condor-Liniendienst. Eine dritte musste nach zwölfstündigem Aufenthalt abends von Braunschweig zur MRO-Station nach Berlin-Schönefeld fliegen. Sie soll noch in dieser Woche die Freigabe bekommen und dann unter Condor-Flugnummer abheben können.

Flotte der Thomas Cook Aviation

  • D-ATCA: fliegt seit Mitte März für Condor;
  • D-ATCB: fliegt seit Anfang Mai für Condor;
  • D-ATCC: fliegt seit Anfang Juni für Condor;
  • D-ATCD: fliegt seit Anfang Juni für Condor;
  • D-ATCE: wartet noch auf ihre Freigabe.

Bei der ehemaligen Air Berlin Aviation ruckelt es nach airliners.de-Informationen seit Wochen. Demnach hat das LBA bislang die Freigabe für die Flugzeuge nicht erteilt, weil die technischen Daten im AMOS - dem "Gehirn" einer Maschine, wie es der Insider ausdrückt - lückenhaft sein sollen.

Condor: "Alles läuft wie geplant"

Das LBA will sich zu den Vorgängen auf Anfrage nicht äußern. Bei Condor heißt es, dass alles wie geplant verlaufe. "Wir konnten die Anzahl der Flugzeuge der Thomas Cook Aviation von zwei auf vier steigern und das fünfte für diesen Sommer wird in Kürze folgen", sagte ein Sprecher zu airliners.de.

Condor braucht die Maschinen für das ambitionierte Sommerprogramm. So habe man das Kapazitätsangebot im Vergleich zum Vorsommer um 35 Prozent gesteigert. Allein am Flughafen Düsseldorf sei das Programm verdoppelt worden, "um die Lücke zu schließen, die durch die Insolvenzen von Air Berlin und Niki entstanden ist".

© AirTeamImages.com, Rudi Boigelot Lesen Sie auch: Thomas Cook Airlines Balearics erhält AOC

"Wie andere Airlines auch", betont der Sprecher, "haben wir Flugzeuge und Crew von Air Berlin/Niki übernommen." Allerdings komme es bei der Inbetriebnahme dieser Flugzeuge "zu Verzögerungen".

Von: cs
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