Eurowings verhandelt parallel auch weiter mit Verdi

Im Tarifstreit bezüglich der Eurowings-Flugbegleiter verhandelt die Airline nicht nur mit Ufo - sondern auch mit Verdi. Die beiden Gewerkschaften stehen in Konkurrenz zueinander.

Zwei Flugbegleiterinnen der Eurowings stehen vor einer A330 am Flughafen Köln/Bonn.  - © © dpa - Oliver Berg

Zwei Flugbegleiterinnen der Eurowings stehen vor einer A330 am Flughafen Köln/Bonn. © dpa /Oliver Berg

Die Eurowings GmbH hat am Dienstag erneut parallel mit der Ufo-Konkurrenzgewerkschaft Verdi verhandelt. Auch dabei geht es um die Tarife der derzeit rund 480 Flugbegleiter der Lufthansa-Tochter.

Verdi beansprucht für sich, bei der Eurowings GmbH die stärkere Gewerkschaft zu sein. Es ist aber unklar, ob Verdi oder Ufo in dem Unternehmen mehr Mitglieder hat. Sollten beide Gewerkschaften einen Tarifvertrag erreichen, müsste ein Tarifeinheitsverfahren in Gang gesetzt werden.

Im September hatte Verdi einen Warnstreik des Kabinenpersonals organisiert, in dessen Folge acht Flüge ausfielen. Seit 2008 hat ausschließlich die Gewerkschaft Ufo bei der Lufthansa-Tochter neue Tarifverträge für die Flugbegleiter abgeschlossen.

© dpa, Marcel Kusch Lesen Sie auch: Nach Streik: Eurowings und Ufo verhandeln wieder

Mit Unterstützung der Kollegen bei der Schwestergesellschaft Germanwings, die ebenfalls zur Plattform Eurowings gehört, hatte die Ufo am vergangenen Donnerstag 393 von 551 geplanten Eurowings-Flügen ausfallen lassen. In dieser Woche will die Gewerkschaft zu keinen Streiks aufrufen. Stattdessen soll der bereits beim Mutterkonzern erfolgreiche Schlichter Matthias Platzeck die Gespräche zwieder in Gang bringen.

Von: ch, dpa

Datum: 01.11.2016 - 14:05

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