Eurowings und Verdi vereinbaren Grundlagen zur Personalübernahme

21.09.2017 - 11:39 0 Kommentare

Nach der Einigung mit der Kabinengewerkschaft Ufo hat Eurowings nun auch mit Verdi einen "Tarifvertrag Wachstum" vereinbart. Damit bereitet sich die Billigairline der Lufthansa Group weiter auf eine Air-Berlin-Übernahme vor.

Flugzeug der Lufthansa-Tochter Eurowings stehen auf dem Flughafen Düsseldorf. - © © dpa - Bernd Thissen

Flugzeug der Lufthansa-Tochter Eurowings stehen auf dem Flughafen Düsseldorf. © dpa /Bernd Thissen

Die Lufthansa-Tochter Eurowings macht sich in der Air-Berlin-Krise fit für die schnelle Einstellung neuer Crews. Man habe sich nun auch mit der Gewerkschaft Verdi auf einen "Tarifvertrag Wachstum" geeinigt, teilte die Gesellschaft mit. Vor einigen Tagen hatte man eine ähnliche Vereinbarung mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo erzielt.

Berufserfahrung soll bei neuen Bewerbern berücksichtigt und zudem das Bestandspersonal vor Nachteilen geschützt werden. Man biete faire und wettbewerbsfähige Bedingungen, sagte Eurowings-Personalchef Benedikt Schneider.

600 Stellen ausgeschrieben

Die Lufthansa Group will bis zu 90 der mehr als 140 Jets des insolventen Konkurrenten Air Berlin übernehmen und hofft auf einen Zuschlag beim laufenden Bieter-Wettstreit.

Parallel wird bereits seit Wochen intensiv um neues Personal geworben, 600 Stellen sind ausgeschrieben. Verdi fordert bislang kollektive Besitzstandsregelungen für das Air-Berlin-Personal, wenn das Unternehmen oder Teile davon den Besitzer wechseln.

© Lufthansa Group, Lesen Sie auch: Eurowings und Ufo erzielen Tarifeinigung

Der Kranich-Konzern hat laut Experten wenig Interesse daran, alle Mitarbeiter von Air Berlin zu übernehmen. Falls die Übernahme einzelner Unternehmensteile letztlich als Betriebsübergang nach Paragraf 613a BGB gewertet wird, könnten sich alle Mitarbeiter des übernommenen Air-Berlin-Bereichs bei Lufthansa einklagen, schätzen Juristen.

Zur Aufnahme erfahrener Air-Berlin-Piloten konnte Eurowings aber noch keine Vereinbarung mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) erzielen.

Von: cs mit Material von dpa-AFX
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Viele verschiedene Airlines waren in diesem Sommer am Himmel zu sehen - hier 15 von ihnen plus die verschwundene Air Berlin. So performten die Airlines im Sommer

    Bilanz 30 Prozent mehr Flüge als im Sommer 2017 haben die 15 wichtigsten Airlines auf dem deutschen Markt in diesem Sommer angeboten. Gleichzeitig wuchsen auch die Probleme massiv. Mit schweren Folgen.

    Vom 26.10.2018
  • Eine Maschine der Air Berlin. So viel kostet Air Berlin

    Bilanz Über die Kaufpreise der Air-Berlin-Assets schweigen Lufthansa, Easyjet und Co. mehrheitlich. Doch der Blick in die Bilanzen verrät: Die Übernahmekosten summieren sich bislang auf fast eine halbe Milliarde Euro. Eine Abrechnung.

    Vom 30.11.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus