Eurowings expandiert in Stuttgart

18.10.2017 - 16:26 0 Kommentare

Eurowings stationiert mehr Flugzeuge in Stuttgart. Der Flughafen erwartet, dass damit der Wegfall von Air Berlin kompensiert werden kann. Die Lufthansa Group wird vor Ort der mit Abstand größte Anbieter.

Boarding einer Eurowings-Maschine am Flughafen Stuttgart. - © © Airport Stuttgart -

Boarding einer Eurowings-Maschine am Flughafen Stuttgart. © Airport Stuttgart

Eurowings will die Präsenz am Stuttgarter Flughafen deutlich ausbauen. Ab dem kommendem Jahr würden 19 Maschinen am Platz stationiert und damit vier mehr als bisher, sagte Eurowings-Geschäftsführer Oliver Wagner. Für 2017 geht die Airline von 4,1 Millionen Fluggästen in der Landeshauptstadt aus. Als neue Strecken kündigte Wagner Alicante, Palermo, Venedig und Mostar an. Schätzungsweise 1,2 Millionen Fluggäste kämen dadurch pro Jahr hinzu.

Die Lufthansa-Tochter ist bereits die stärkste Airline am Stuttgarter Flughafen, fast 40 Prozent Passagiere könnten 2017 Schätzungen zufolge auf ihr Konto gehen. Air Berlin hatte im vergangenen Jahr etwa einen Anteil von rund 18 Prozent. Inklusive Niki kommt die gesamte Lufthansa Group in Stuttgart im kommenden Jahr auf rund 59 Prozent.

Top-5-Airlines in Stuttgart

1. Lufthansa-Group: 59%
(43% Eurowings, 5,5% Lufthansa, 3% Sunexpress, 3% Austrian, 2,5% Niki, 2% Swiss)
2. Tuifly: 6%
3. Turkish Airlines: 4%
4. Condor: 3,7%
5. Air France/KLM: 3,8%

Sitzplatz-Angebot 2018, Quelle ch-aviation/OAG

Flughafen-Chefin Arina Freitag sieht durch den Wegfall von Air Berlin dennoch keine wesentlichen Dämpfer - nach ihrer Darstellung wird das Passagierminus durch die Air-Berlin-Pleite Dank der stark wachsenden Eurowings sowie durch weitere Kunden überkompensiert. "Wir erwarten in diesem Jahr ein weiteres Passagierplus und gehen überaus optimistisch ins Jahr 2018."

© dpa, Sebastian Gollnow Lesen Sie auch: Stuttgart fordert mehr Verkehrsrechte für VAE und China

Wagner trat Befürchtungen entgegen, Eurowings könnte nach dem Wegfall von Air Berlin eine zu starke Marktposition bekommen. Er gehe von stabilen Preisen aus, dies gelte auch für Inlandsverbindungen. Hier sei etwa die Konkurrenz der Bahn sehr hart.

Von: dh mit dpa
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