Eurowings setzt auf Lufthansa-Zubringer

13.04.2018 - 14:09 0 Kommentare

Eurowings startet Langstrecken-Operations ab München und setzt auch auf Lufthansa als Zubringer. Der Airport in der bayerischen Landeshauptstadt wird neben Düsseldorf zum zweitwichtigsten Airport des Billigfliegers.

Flugzeug von Eurowings am Airport München. - © © Flughafen München - Michael Fritz

Flugzeug von Eurowings am Airport München. © Flughafen München /Michael Fritz

Eurowings startet am Montag (16. April) ihre Langstrecken-Operations in München. Dabei soll auch das Netzwerk der Mutter Lufthansa als Zubringer fungieren. Dies bestätigte Eurowings-Geschäftsführer Oliver Wagner bei einem Pressegespräch.

In der Theorie sollen Kunden beispielsweise ab Venedig mit der Lufthansa nach München fliegen und von dort in die Eurowings-Langstrecke nach Cancun in Mexiko umsteigen. Probebuchungen zeigen allerdings: Dies sind bislang nur Gedankenspiele, in einem Zug buchbar sind solche Verbindungen derzeit nicht.

Langstrecken ab München

Zehn Langstrecken wird Eurowings ab München im Sommer anbieten: Bangkok, Cancun, Fort Myers, Las Vegas, Mauritius, Montego Bay, Puerto Plata, Punta Cana, Varadero und Windhoek.

Diese werden zunächst mit drei Maschinen von Sun Express Deutschland bedient, die bislang alle Interkontinental-Verbindungen von Eurowings fliegen. Der erste Großraum-Jet hebt am Montag (16. April) Richtung Las Vegas ab.

Neben München konzentriert Eurowings ihre Langstrecken-Aktivitäten komplett auf Düsseldorf. Anfang Februar hatte der Billigflieger angekündigt, seine Langstrecken-Routen im kommenden Winter von Köln/Bonn komplett nach Düsseldorf und München zu verlagern.

Darstellung: © airliners.de | Quelle: Eurowings

Damit werden ab der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens monatlich bis zu 140 Langstrecken-Flüge vor allem zu Zielen in Amerika angeboten. Düsseldorf ist der wichtigste Airport im Netz der Eurowings. Im Gegenzug hatte Lufthansa angekündigt, ihr Langstrecken-Engagement ex Düsseldorf zum Winter einzustellen.

Nicht nur in Köln, auch in Berlin hat Eurowings das Thema Langstrecken vorerst wieder zu den Akten gelegt. Die angekündigte Übernahme der New-York-Verbindung wurde mangels guter Slots am New Yorker Airport JFK gestrichen, wie die Airline mitteilte. Weitere Langstrecken ab Berlin seien derzeit nicht geplant.

© Eurowings, Lesen Sie auch: "Wir haben noch nie so spät unsere Slots bekommen" Interview

In München wächst Eurowings derzeit nicht nur mit den Langstrecken: Die Billigtochter der Lufthansa-Gruppe wird im Sommer auch 31 innereuropäische Ziele ab der bayerischen Landeshauptstadt anfliegen, darunter einige neue.

Eurowings wird Münchens Nummer Zwei

Speziell hat Eurowings ab München - wie auch ab Berlin - den innerdeutschen Business-Verkehr im Blick. So will die Airline zukünftig bis zu fünfmal täglich nach Hamburg fliegen. Viermal täglich geht es zukünftig nach Düsseldorf und Köln.

Insgesamt rechnet man bei Eurowings in München mit zwei Millionen Passagieren in diesem Jahr. Damit steige man zur Nummer Zwei am zweitgrößten deutschen Airport weiter aus, kündigte Wagner an.

Im Winterflugplan lag Eurowings mit einem Kapazitätsanteil von 3,2 Prozent noch knapp hinter Easyjet in München. Jetzt verbessert sich die Lufthansa-Tochter laut Flugplandaten auf 6,3 Prozent.

Von: br
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