Eurowings bucht auf Lauda Motion um

04.05.2018 - 07:29 0 Kommentare

Eurowings fehlen offenbar noch Flugzeuge für den Sommer: Die Lufthansa-Tochter storniert jetzt Flüge und bucht die Passagiere auf Lauda Motion um. Dort sind ab Juni auch Ryanair-Jets im Einsatz.

Passagiere warten auf dem Flughafen Köln/Bonn vor einem Schalter der Eurowings. - © © dpa - Oliver Berg

Passagiere warten auf dem Flughafen Köln/Bonn vor einem Schalter der Eurowings. © dpa /Oliver Berg

Eurowings stehen derzeit offenbar nicht genug Flugzeuge zur Verfügung, um alle im Sommer geplanten Mittelstreckenflüge durchzuführen. Die Lufthansa-Tochter hat daher Flüge storniert und bietet den Passagieren eine Ersatzbeförderung mit Lauda Motion an.

Ursache dafür seien "kurzfristige Anpassungen in unserer Flugplanung, die vier unserer aktuell 185 Flugzeuge betreffen", heißt es in einer E-Mail an die betroffenen Fluggäste. Zudem wird auf die "Neuordnung der Luftverkehrsbranche nach dem Marktaustritt der Air Berlin Group" verwiesen.

Es geht um bis zu vier Flugzeuge

Eine Eurowings-Sprecherin bestätigte gegenüber airliners.de die Streichungen. "Wir prüfen derzeit, inwiefern wir nach dem Auslaufen der Lauda-Motion-Kooperation Umbuchungen vornehmen." Zum Umfang der Stornierungen erklärt sie lediglich, dass es um maximal vier Flugzeuge gehe.

Lauda Motion stellt Eurowings im Rahmen einer Wet-Lease-Vereinbarung derzeit vier Flugzeuge mit Besatzung zur Verfügung. Die Zusammenarbeit läuft allerdings Ende Mai aus.

Die Eurowings-Flotte

Nach Unternehmensangabe soll die Eurowings-Flotte in diesem Jahr auf 185 Flugzeuge wachsen. Derzeit umfasst sie laut ch-aviation 147 Maschinen der Gesellschaften Germanwings (44), LGW (40), Eurowings (23), Eurowings Europe (15), Sun Express (8), Tuifly (7), Lauda Motion (4), Brussels Airlines (3) und CSA (3).

Der österreichische Ferienflieger ist Nachfolger der einstigen Air-Berlin-Tochter Niki, die ursprünglich von der Lufthansa Group übernommen werden sollte. Die 21 Niki-Flugzeuge waren bis Dezember zur Verwendung bei Eurowings vorgesehen.

Doch dann wurde der Deal wegen kartellrechtlicher Hindernisse abgeblasen. Letzten Endes entschied Niki Lauda das Bieterverfahren um Niki für sich. Daraufhin musste die Lufthansa Group einen großen Teil der Niki-Jets wieder zur Verfügung stellen, um Lauda Motion den Start zu ermöglichen.

© Telefonica, Lesen Sie auch: Eurowings verteidigt Wet-Lease-Einsatz

Mittlerweile ist Lauda Motion eine enge Partnerschaft mit Ryanair eingegangen. Der irische Billigflieger stellt nach Laudas Angaben im Sommer zehn Jets im Wet-Lease für den Lauda-Motion-Betrieb an deutschen Flughäfen und in Zürich zur Verfügung.

So könnten Reisende, die ursprünglich bei Eurowings gebucht haben, durch die jetzigen Umbuchungen auf einem von Ryanair durchgeführten Flug sitzen. Eurowings bietet den betroffenenen Kunden als Alternative zur Beförderung durch Lauda Motion lediglich eine kostenlose Stornierung des Fluges an.

Von: pra
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