Chronologie

Zahlreiche Streiks bei der Lufthansa Group

27.10.2016 - 10:03 0 Kommentare

Die Flugbegleiter der Eurowings und Germanwings streiken. Beide gehören zur Lufthansa Group. Bei Europas größtem Luftverkehrskonzern hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Streiks gegeben. Eine Auswahl.

Lufthansa-Mitarbeiter protestieren vor der Konzernzentrale der Airline in Frankfurt. - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Lufthansa-Mitarbeiter protestieren vor der Konzernzentrale der Airline in Frankfurt. © dpa /Frank Rumpenhorst

Frühjahr 2001: Flugkapitäne der Lufthansa legen mehrmals die Arbeit nieder. Von dem Streik sind mehrere tausend Verbindungen betroffen. Die Airline und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) einigen sich später auf Einkommensverbesserungen.

Sommer 2008: Das Boden- und Kabinenpersonal der Lufthansa streikt fünf Tage lang. Mehrere hundert Flüge fallen aus. Die Gewerkschaft Verdi und das Unternehmen einigen sich am Ende auf höhere Gehälter.

September 2012: Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo verursacht den bis dahin größten Ausfall an einem einzigen Streiktag in der Geschichte der Lufthansa. Rund 1000 Flüge werden gestrichen, es trifft über 100.000 Passagiere. Beide Seiten beschließen eine Schlichtung.

April 2013: Ein Warnstreik des Bodenpersonals legt den Flugverkehr der Lufthansa in Deutschland fast lahm. Der Airline zufolge sind rund 150.000 Passagiere betroffen. Im Mai verabreden Verdi und der Konzern anschließend gestufte Entgelterhöhungen und einen Kündigungsschutz.

2. bis 4. April 2014: Start einer Streikserie von mittlerweile 13 Runden bei den Lufthansa-Piloten. Anfangs fallen rund 3800 Flüge aus.

© dpa, Boris Roessler Chronologie Pilotenstreik Nr. 13 bei der Lufthansa

20./21. Oktober 2014: Ein Ausstand der VC auf den Kurz- und Mittelstrecken wird einen Tag später auf die Langstrecken ausgeweitet. 166.000 Passagiere haben das Nachsehen.

6. Juli 2015: Die Piloten erklären die im Mai begonnene Schlichtung für gescheitert. Drei Wochen später bieten sie Lufthansa Einsparungen von über 400 Millionen Euro an, um Job-Verlagerungen zu verhindern.

8./9. September 2015: Vorerst letzte Etappe des Pilotenstreiks der VC: 16 Stunden Ausstand auf der Langstrecke sowie am folgenden Tag auch auf den Kurz- und Mittelstrecken. Bislang fielen durch die Arbeitsniederlegungen der Piloten seit April 2014 über 8500 Flüge aus, eine Million Passagiere waren nach Lufthansa-Angaben betroffen.

6. November 2015: Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo startet einen Ausstand des Kabinenpersonals. Er soll mit einer Unterbrechung am Sonntag bis zum Freitag der Folgewoche dauern. Der Arbeitskampf über acht Tage bedeutet den längsten Streik der Lufthansa-Geschichte.

22. September 2016: Eurowings annulliert wegen eines von Verdi organisierten Warnstreiks von Kabinenbeschäftigten am Düsseldorfer Flughafen acht Flüge.

27. Oktober 2016: Ufo ruft bei Eurowings und Germanwings das Kabinenpersonal zu einem 24-stündigen Streik auf. Hunderte Flüge fallen aus, Zehntausende Passagiere sind betroffen.

© dpa, Oliver Berg Lesen Sie auch: Flugbegleiter bei Eurowings und Germanwings streiken

Von: ch, dpa
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