Eurowings bereitet sich auf A321-Einflottung vor

24.04.2019 - 12:35 0 Kommentare

Eurowings betreibt demnächst erstmals Flugzeuge vom Typ Airbus A321. Die ehemaligen Air-Berlin-Maschinen gehören Konzern-Mutter Lufthansa und waren vorher im Wet-Lease von Ryanair-Tochter Lauda unterwegs.

Flugzeug der Lufthansa-Tochter Eurowings stehen auf dem Flughafen Düsseldorf. - © © dpa - Bernd Thissen

Flugzeug der Lufthansa-Tochter Eurowings stehen auf dem Flughafen Düsseldorf. © dpa /Bernd Thissen

Eurowings bereitet sich auf die Einflottung ihres ersten Airbus A321 vor. Die Maschine wird der Lufthansa-Billigflieger ab dem 1. Juni regelmäßig einsetzen, meldet das Portal CH-Aviation nach einer Analyse von Flugplandaten.

Demnach setzt Eurowings die Maschinen vor allem auf Warmwasser-Destinationen nach Spanien, Portugal und Griechenland ein. Dabei wird auch klar, dass die Heimat der größten Airbus-Narrowbodies bei Eurowings Düsseldorf wird. Offiziell bestätigen wollte Eurowings die Details auf Anfrage von airliners.de nicht.

Insgesamt erwartet Eurowings fünf Maschinen vom Typ A321, die im Laufe des Jahres zur Flotte stoßen sollen. Zwei davon waren und drei weitere sind aktuell noch im Wet-Lease für die österreichische Ryanair-Tochter Lauda unterwegs.

Jets gehören der Lufthansa

Dabei ist die eigentliche Eigentümerin der Jets die Deutsche Lufthansa. Der Kranich hat die fünf A321-Maschinen sowie fünf A320-Jets aus der Air-Berlin-Insolvenzmasse übernommen. Nach der gescheiterten Niki-Übernahme durfte der Kranich die Jets allerdings nicht selbst einflotten, sondern musste sie aufgrund einer EU-Auflage dem Neueigentümer Niki Lauda zu "marktüblichen Konditionen" vermieten.

Im vergangenen Oktober wurde dann bekannt, dass Lufthansa alle Maschinen für die Tochter Eurowings zurückhaben wollte. Nach einem drohenden Rechtsstreit einigten sich beide Parteien außergerichtlich darauf, dass alle Flugzeuge im ersten Halbjahr 2019 an die Lufthansa übergehen.

Eurowings will die Maschinen unter anderem als Reserve

Lufthansa hatte angekündigt, alle Lauda-Wetlease-Jets bei ihrer Tochter Eurowings einsetzen zu wollen. Denn dort mangelte es nach der Air-Berlin-Übernahme an Flugzeugen. Das habe im vergangenen Sommer zu einem "vielleicht überambitionierten Plan" werden lassen, räumte er Konzern bereits im Juli des vergangen Jahres ein.

© Eurowings, Lesen Sie auch: "Wir investieren 50 Millionen in mehr Pünktlichkeit" Interview

Im Dezember präsentierte der Billigflieger dann das Programm "Scope" (Sustainable customer oriented process enhancement). Zwölf Punkte sollen dafür sorgen, dass sich das Chaos des letzten Sommers in diesem Jahr nicht wiederholen soll. Unter anderem sollen dabei auch mehr Reserve-Maschinen zur Verfügung stehen. Die ehemaligen Lauda-Flieger können dabei helfen.

Von: br
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus