Frankfurt ist jetzt verkehrsreichster Flughafen Europas

30.04.2019 - 07:03 0 Kommentare

Frankfurt ist laut Eurocontrol der Flughafen mit den meisten Flugbewegungen in Europa, Leipzig/Halle der mit den meisten Frachtflügen. Die Verspätungen im europäischen Luftraum gehen derweil zurück, die Flugsicherung bleibt aber gefordert.

Eine Boeing 747 der Lufthansa am Flughafen Frankfurt. Der Airport ist die Heimatbasis der Kranich-Airline. - © © AirTeamImages.com - Roman Becker

Eine Boeing 747 der Lufthansa am Flughafen Frankfurt. Der Airport ist die Heimatbasis der Kranich-Airline. © AirTeamImages.com /Roman Becker

Als verkehrsreichster Flughafen mit 648 durchschnittlichen Abflügen pro Tag (plus 3,0 Prozent) hat der Flughafen Frankfurt im ersten Quartal 2019 den Nachbarn Amsterdam überflügelt. Mit im Tagesdurchschnitt 638 Abflügen waren die Flugbewegungen in Schipol im Vergleichszeitraum um 0,2 Prozent gesunken, was zum Wechsel an der Spitze führte.

London-Heathrow und Paris Charles de Gaulle folgen im ersten Quartal 2019 laut Eurocontrol mit 630 beziehungsweise 629 Abflügen pro Tag auf den Plätzen drei und vier. Verkehrsreichster Frachtflughafen in Europa war Leipzig-Halle mit durchschnittlich 66 Abflügen pro Tag vor Paris mit 43 und Köln/Bonn mit 37 Abflügen im Tegesmittel.

Dabei ist der europaweite Flugverkehr laut weiteren Eurocontrol-Statistiken im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um insgesamt 2,4 Prozent gewachsen, wie die Eurocontrol-Koordination in Brüssel bei der Vorlage des aktuellen Industry Monitors berichtete.

Das stärkste Passagierwachstum erreichten dabei die Billigflieger Ryanair (plus 11 Prozent) und Wizzair (plus 9 Prozent). Die International Airline Group IAG kam laut Eurocontrol auf sechs Prozent mehr Passagiere, Lufthansa auf ein Plus von drei Prozent und Air France/KLM auf plus zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Flugsicherungs-Stresstest kommt im Sommer

Europa-Flüge sind im März etwas pünktlicher gewesen als ein Jahr zuvor. Mit durchschnittlich 11,5 Minuten war die Verspätung etwas geringer als im März 2018 mit 13,8 Minuten. Während sich die Verspätungsanteile von Fluggesellschaften und Flughäfen verringerten, stagnierten die der Fluglotsen bei einem Anteil von 1,8 Minuten pro Flug. Vor allem bei den Streckenflügen wurde Zeit verloren.

Im Februar war der Wert im Jahresvergleich um 1,6 Minuten auf 10,4 Minuten gefallen. Für Januar 2019 hatte Eurocontrol hingegen um 0,6 auf 11,0 Minuten gewachsene Verspätungen pro Flug registriert. Verspätungsgründe waren unter anderem personelle Engpässe bei den Flugsicherungen sowie Streiks von Fluglotsen und anderen Personalgruppen.

Die Belastungsprobe für den Luftverkehr stehe in den verkehrsreichen Sommermonaten noch bevor, warnte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Matthias von Randow. Es zeige sich, dass die Maßnahmen der Flughäfen und Airlines zur Stabilisierung des Flugverkehrs greifen. Auch an den Engpässen in staatlicher Verantwortlichkeit müsse weiter gearbeitet werden.

© dpa, Marius Becker Lesen Sie auch: DFS rechnet frühestens 2020 mit Entlastung

Von: dk mit dpa
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