Europagericht hebt Bußgeld gegen Luftfrachtkartell auf

16.12.2015 - 16:07 0 Kommentare

Wegen Preisabsprachen bei Frachtflügen sollten mehrere Airlines ein Millionen-Bußgeld zahlen. Jetzt hat das Gericht der Europäischen Union das Urteil gekippt. Die Lufthansa hatte die Verstöße bei den Wettbewerbshütern gemeldet und wurde deswegen nicht zur Kasse gebeten.

Mitarbeiter kümmern sich um die Verladung der Fracht. - © © AirTeamImages.com - Felix Gottwald

Mitarbeiter kümmern sich um die Verladung der Fracht. © AirTeamImages.com /Felix Gottwald

Das Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg hat ein von der EU-Kommission verhängtes Millionen-Bußgeld gegen insgesamt elf Fluggesellschaften aufgehoben. Die Airlines wie Air France-KLM, British Airways oder Japan Airlines müssen nun nicht wie von der Kommission 2010 entschieden rund 790 Millionen Euro wegen Preisabsprachen bei Frachtflügen zahlen. Die Entscheidung der Kommission 2010 sei "widersprüchlich" gewesen, urteilte das europäische Gericht erster Instanz am Mittwoch in Luxemburg.

Die Fluggesellschaften hatten nach Angaben der EU-Kommission zwischen Dezember 1999 und Februar 2006 die Konditionen für Frachtflüge abgesprochen. Sie vereinbarten bilateral und multilateral ihr Vorgehen bei Treibstoff- und Sicherheitszuschlägen. Die Lufthansa hatte die Verstöße bei den Wettbewerbshütern gemeldet und wurde aufgrund einer Kronzeugenregelung nicht zur Kasse gebeten

© Swissport, Lesen Sie auch: Millionenbuße gegen Luftfracht-Kartell

Von: gk, AFP
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