EU-Parlament diskutiert innereuropäische Fluggastdatenspeicherung

26.02.2015 - 11:56 0 Kommentare

Der Streit um die Speicherung von Fluggastdaten in Europa geht weiter. Jetzt wurde bekannt, dass das europäische System zum Sammeln von Daten möglicherweise sogar deutlich ausgeweitet werden soll.

Passagiere warten vor einer Anzeigentafel auf dem Flughafen in Hannover. - © © dpa - Ole Spata

Passagiere warten vor einer Anzeigentafel auf dem Flughafen in Hannover. © dpa /Ole Spata

Laut einem Berichtsentwurf zur geplanten EU-Richtlinie über die Speicherung von Fluggastdaten (Passenger Name Record, PNR) sollen zukünftig auch die Daten von Flugpassagieren auf innereuropäischen Flügen gespeichert werden. Das würde eine deutliche Ausweitung der bislang geplanten Datenspeicherung bedeuten.

Der britische Rechtskonservative Timothy Kirkhope wolle seine entsprechend überarbeitete Richtlinie dem EU-Parlament heute vorstellen, schreibt Heise. Das neue System würde teurer, dem stünden aber der Vorteil gegenüber, dass das System von Anfang an einheitlich angelegt werden könne. Dadurch brächte es "deutlich mehr Sicherheit".

Die EU-Kommission will im Anti-Terror-Kampf Daten von Fluggästen, die in die EU einreisen oder ausreisen, für fünf Jahre speichern lassen. Während dieser Zeit könnten Fahnder und Polizei die Daten einsehen. Bereits 2011 hatte die EU-Behörde einen Gesetzentwurf für den europäischen Austausch solcher Fluggastdaten vorgelegt, der im Europaparlament aber wegen Datenschutzbedenken blockiert wird.

Die EU-Innenminister hatten nach den Terroranschlägen auf die französische Satirezeitung «Charlie Hebdo» bereits verabredet, den Austausch von Fluggastdaten voranzutreiben.

Von: airliners.de, dpa
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