EU-Behörde untersucht Kabinenluft-Vorfälle

30.10.2012 - 10:13 0 Kommentare

Ölgeruch im Flugzeug - das könnte vielleicht gefährlich werden. Die Europäische Flugsicherheitsagentur soll nun nach den Gründen verschmutzter Kabinenluft fahnden.

Piloten in einer ATR-72 - © © AirTeamImages.com - Enrique Arencibia

Piloten in einer ATR-72 © AirTeamImages.com /Enrique Arencibia

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA geht den Vorfällen mit verschmutzter Kabinenluft in Passagierflugzeugen auf den Grund. Das teilte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas beim Treffen der europäischen Verkehrsminister am Montag in Luxemburg mit.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte eine europäische Untersuchung der Kabinenluft-Vorfälle gefordert. «Solche Fragen sollte man tunlichst nicht national angehen, sondern international, damit wir auch auf europäischer Ebene die bestmögliche technische Vorkehrung treffen», sagte Ramsauer.

Laut Bundesverkehrsministerium waren in den vergangenen Jahren immer wieder Vorfälle mit Ölgeruch im Passagierraum bekanntgeworden. 2010 hatten giftige Dämpfe im Cockpit einer Germanwings-Maschine zu einer gefährlichen Situation geführt - die Piloten waren beinahe ohnmächtig geworden.

Langwierige Diskussionen erwarteten Diplomaten beim Thema Lande- und Starterlaubnis an Flughäfen. Die EU-Kommission will Betreiber und Fluggesellschaften zu mehr Effizienz zwingen.

Von: dpa
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