Intensive Zusammenarbeit

Etihad steigt bei Air Berlin ein

19.12.2011 - 16:19 0 Kommentare

Air Berlin hat offiziell den Einstieg von Etihad Airways bestätigt. Die arabische Fluggesellschaft wird größter Aktionär bei der zweitgrößten Fluggesellschaft Deutschlands. Auch im operativen Geschäft wollen die Airlines kooperieren. Das bringt große Änderungen im Langstreckennetz der Air Berlin.

Der Etihad-Vorstandsvorsitzende James Hogan (r) und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Air Berlin, halten am Montag (19.12.2011) bei einer Pressekonferenz in Berlin jeweils ein Modell ihrer Flugzeuge in den Händen.

Der Etihad-Vorstandsvorsitzende James Hogan (r) und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Air Berlin, halten am Montag (19.12.2011) bei einer Pressekonferenz in Berlin jeweils ein Modell ihrer Flugzeuge in den Händen.
© dpa - Rainer Jensen

Die Logos von Air Berlin und Etihad Airways auf einer Pressekonferenz am 19.12.2011 in Berlin

Die Logos von Air Berlin und Etihad Airways auf einer Pressekonferenz am 19.12.2011 in Berlin
© airliners.de - David Ha

Air-Berlin-Modell vor der Pressekonferenz am 19.12.2011.

Air-Berlin-Modell vor der Pressekonferenz am 19.12.2011.
© airliners.de - David Haße

Der Etihad-Vorstandsvorsitzende James Hogan (r) und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Air Berlin, geben am Montag (19.12.2011) in Berlin eine gemeinsame Pressekonferenz.

Der Etihad-Vorstandsvorsitzende James Hogan (r) und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Air Berlin, geben am Montag (19.12.2011) in Berlin eine gemeinsame Pressekonferenz.
© dpa - Rainer Jensen

Der Etihad-Vorstandsvorsitzende James Hogan (r) und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Air Berlin, geben am Montag (19.12.2011) in Berlin eine gemeinsame Pressekonferenz.

Der Etihad-Vorstandsvorsitzende James Hogan (r) und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Air Berlin, geben am Montag (19.12.2011) in Berlin eine gemeinsame Pressekonferenz.
© dpa - Rainer Jensen

Der Etihad-Vorstandsvorsitzende James Hogan (r) und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Air Berlin, geben sich am 19.12.2011 bei einer Pressekonferenz die Hand.

Der Etihad-Vorstandsvorsitzende James Hogan (r) und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Air Berlin, geben sich am 19.12.2011 bei einer Pressekonferenz die Hand.
© dpa - Rainer Jensen

Zwei Flugbegleiterinnen von Air Berlin (r) und Etihad stehen am Montag (19.12.2011) bei einer Pressekonferenz in Berlin zusammen.

Zwei Flugbegleiterinnen von Air Berlin (r) und Etihad stehen am Montag (19.12.2011) bei einer Pressekonferenz in Berlin zusammen.
© dpa - Rainer Jensen

Die arabische Fluggesellschaft Etihad steigt im großen Stil bei Air Berlin ein. Im Zuge einer Kapitalerhöhung will das staatliche Unternehmen aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi seine Beteiligung an Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft von derzeit 2,99 Prozent auf 29,21 Prozent ausbauen, wie Air Berlin am Montag mitteilte.

Insgesamt hat Etihad demnach rund 31,6 Millionen neuer Aktien zu einem Preis von 2,31 pro Stück gezeichnet. Damit wird die arabische Fluggesellschaft größter Einzelaktionär der Berliner Fluggesellschaft. Air Berlin fließen rund 73 Millionen Euro zu. Außerdem hätten sich die Araber dazu verpflichtet, die Anteile mindestens zwei Jahre zu halten und keine weiteren Anteile zu erwerben, hieß es. Zudem werde Etihad der Air-Berlin-Gruppe in den nächsten fünf Jahren Kredite in Höhe von 255 Millionen Dollar (196 Millionen Euro) zur Verfügung stellen. Zu den Konditionen für das Darlehen gab es keinen Kommentar.

Die Kooperation soll im kommenden Jahr Synergieeffekte von 35 bis 40 Millionen Euro mit sich bringen. Um eine Koordinierung des Netzwerks und der Verkaufs- sowie Marketingaktivitäten zu ermöglichen, wollen die zwei Unternehmen eine kartellrechtliche Freigabe durch die Aufsichtsbehörden beantragen.

Umstrukturierungen im AB-Langstreckennetz

Beide Gesellschaften wollen auch im operativen Geschäft zusammenarbeiten. Ab dem 15. Januar 2012 soll es zunächst vier wöchentliche Flüge zwischen Berlin und Abu Dhabi geben. Diese Rotation wird von Air Berlin bedient, da Etihad als Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (wie Emirates) in Berlin keine Landerechte erhält. Ab Frankfurt, München und Düsseldorf wird Etihad den Angaben auf der Pressekonferenz zufolge die Verbindung nach Abu Dhabi herstellen. Gerade gestern hatte Etihad die Linie ab Düsseldorf aufgenommen.

Im Zuge der Partnerschaft werde Air Berlin ihre Aktivitäten im Nahen Osten von Dubai nach Abu Dhabi verlegen, wie die Airline weiter mitteilte. Zuden werde Air Berlin die Langstreckenaktivitäten in Richtung Asien zurückfahren und sich in der Partnerschaft auf Amerika-Destinationen konzentrieren.

Dazu wollen die beiden Fluggesellschaften ein umfangreiches Codeshare-Abkommen schließen. Dieses soll zunächst für 36 Air-Berlin-Strecken und 24 Etihad-Strecken gelten und zum Sommerflugplan ausgebaut werden. Auch eine Verknüpfung der Vielfliegerprogramme ist geplant.

Wie sich die neue Partnerschaft auf den anstehenden Oneworld-Beitritt der Air Berlin auswirkt und in wie fern die Zusammenarbeit für beide Airlines Sinn macht, erläutern Air-Berlin-CEO Hartmut Mehdorn und Etihad-CEO James Hogan im airliners.de-Video-Interview (Bitte entschuldigen Sie die schlechte Tonqualität):

Über einen Einstieg von Etihad war bereits spekuliert worden; die Airline hatte allerdings erst kürzlich noch entsprechende Medienberichte dementiert. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn suchte schon seit seinem Amtsantritt nach einem Investor für die angeschlagene Airline. Etihad Airways war bereits 2008 als Einstiegskandidat bei Air Berlin im Gespräch. Im November hatte die „Süddeutsche Zeitung“ neben Etihad auch die chinesische HNA Group als potentiellen Investor benannt.  

Von: airliners.de, dpa-AFX, dapd, AFP
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