Etihad übernimmt Löwenanteil an Alitalias Vielfliegerprogramm

04.02.2015 - 15:05 0 Kommentare

Wie schon bei Air Berlin hat sich Etihad Airways bei Alitalia die Mehrheit am Vielfliegerprogramm gesichert. Für "MilleMiglia" wurde ein dreistelliger Millionenbetrag gezahlt.

Eine Alitalia-Maschine startet vor der italienischen Flagge. - © © dpa -

Eine Alitalia-Maschine startet vor der italienischen Flagge. © dpa

Etihad Airways hat jetzt 75 Prozent der Anteile an Alitalia Loyalty, Betreibergesellschaft des Alitalia-Vielfliegerprogramms "MilleMiglia", gekauft. Alitalia bleibt weiterhin mit 25 Prozent beteiligt, teilte Etihad mit. Der Kaufpreis wurde mit 112,5 Millionen Euro angegeben. Bei "MilleMiglia" handelt es sich den Angaben zufolge mit rund 4,6 Millionen Mitgliedern um das größte Vielfliegerprogramm Italiens.

Alitalia Loyalty wird nun Teil des Kundenbindungsunternehmens Global Loyalty Company (GLC). Es setzt setzt sich neben "MilleMiglia" aus den Vielfliegerprogrammen Etihad Guest von Etihad Airways, Topbonus von Air Berlin und JetPrivilege von Jet Airways zusammen. Insgesamt zählen die vier Programme den Angaben zufolge 14 Millionen Mitglieder weltweit.

Vor gut zwei Jahren hatte Air-Berlin-Großaktionär Etihad Airways die Mehrheit am Vielfliegerprogramm "Topbonus" des deutschen Partners übernommen. Das Geschäft spülte damals der verlustreichen Air Berlin 184,4 Millionen Euro in die Kasse. Seitdem operiert das Bonusprogramm als eigenständiges Unternehmen mit dem Namen Topbonus Ltd.

Bei Alitalia war Etihad erst vor kurzem zu 49 Prozent eingestiegen. Die EU-Kommission hatte die Allianz im November vergangenen Jahres unter Auflagen genehmigt. Italiens nationale Fluggesellschaft steckt seit Jahren in der Krise. Der Einstieg von Etiahd soll auf dem Weg in die schwarzen Zahlen helfen. Doch dafür bleit wenig Zeit. Die wichtigsten Investoren haben eine klare Frist gesetzt: Bis 2017 muss Alitalia Gewinn erzielen. Helfen soll dabei eine neue Strategie.

© AirTeamImages.com, Steve Flint Lesen Sie auch: So will Alitalia den Weg aus der Krise schaffen

Von: airliners.de
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