Etihad präsentiert Interimslösung für CEO James Hogan

08.05.2017 - 14:11 0 Kommentare

Jetzt ist klar, wann genau Etihad-Chef James Hogan geht. Ein Nachfolger für den Posten bei der Air-Berlin-Anteilseignerin steht jedoch noch nicht fest - zunächst gibt es eine Interimslösung.

 Etihad-Konzernchef James Hogan.

Etihad-Konzernchef James Hogan.
© dpa - Str/EPA

Ray Gammell

Ray Gammell
© Etihad

Ricky Thirion

Ricky Thirion
© Etihad

James Hogan wird seinen Posten als Chef der Eithad Aviation Group zum 1. Juli räumen. Das teilte das Unternehmen jetzt mit. Interimsweise wird Ray Gammell die Funktion übernehmen. Gammell ist bisher Chief People & Performance Officer bei der Etihad Aviation Group.

Wie lange er den Posten behalten wird, ist noch unklar. Ein dauerhafter Nachfolger wird bereits gesucht. Man sei sehr zufrieden mit den Kandidaten, die man bisher im Auge habe, hieß es in einer Mitteilung. In den kommenden Wochen soll der Nachfolger feststehen und bekannt gegeben werden.

Auch CFO wird ausgetauscht

Als möglicher Kandidat gilt der Deutsche Christoph Müller. Er arbeitet im Moment für Emirates und ist bei der arabischen Airline für digitale Fragen zuständig. Auch Thierry Antinori gilt als Option. Er war früher bei Lufthansa, derzeit ist er Executive Vice President and Chief Commercial Officer bei Emirates.

© Etihad Airways, Lesen Sie auch: Etihad Airways gerät unter Druck und kündigt Stellenabbau an

Dass Hogan als CEO seinen Posten räumen wird, war bereits bekannt. Bisher hieß es immer, in der zweiten Jahreshälfte werde es soweit sein. Er wechselt zu einer Investmentgesellschaft.

Gleiches gilt auch für James Rigney, der als Chief Financial Officer (CFO) der Etihad Aviation Group ausscheidet. Dieser Schritt erfolgt ebenfalls zum 1. Juli, wie jetzt bekannt wurde. Rigneys Nachfolger wird Ricky Thirion, er ist seit 2007 bei Etihad.

Etihad besitzt rund ein Drittel der Air-Berlin-Anteile

Hogan hatte in den vergangenen zehn Jahren an der Spitze von Etihad eine internationale "Beteiligungs-Allianz" für Zubringerflüge nach Abu Dhabi errichtet. Als Basis dafür dienen Fluggesellschaften wie Air Berlin oder auch Alitalia.

Allerdings musste Etihad in den vergangenen Jahren für die immer höheren Verluste ihrer Beteiligungen einspringen. So wurden seit 2016 insgesamt 650 Millionen Euro an Air Berlin überwiesen, in der vergangenen Woche kamen noch einmal 350 Millionen Euro dazu. Etihad stellt ihre Beteiligungen derzeit auf den Prüfstand.

© AirTeamImages.com, TT Lesen Sie auch: Etihad unterstützt Air Berlin bis Ende 2018

Von: ch
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