Etihad-Einstieg: 2500 Jobs sollen bei Alitalia wegfallen

04.06.2014 - 09:47 0 Kommentare

Für den Einstieg bei der italienischen Fluggesellschaft Alitalia stellt Etihad klare Bedingungen. Und auch an ihren Plänen für ihr weiteres Engagement bei Air Berlin halten die Araber fest.

Eine Alitalia-Flugbegleiterin geht zum Dienst. - © © dpa -

Eine Alitalia-Flugbegleiterin geht zum Dienst. © dpa

Bei der angeschlagenen italienischen Fluglinie Alitalia sollen als Voraussetzung für den Einstieg der Airline Etihad bis zu 2500 Stellen gestrichen werden. Es würden etwa 2400 bis 2500 Jobs wegfallen, sagte Italiens Arbeitsminister Giuliano Poletti am Dienstag. Die genaue Zahl müsse noch zwischen den beteiligten Parteien diskutiert werden. Die arabische Fluglinie Etihad hatte am Sonntag die Pläne konkretisiert, nach denen in die kriselnde Airline investiert werden soll. In einem Brief hatte sie die genauen Konditionen dafür mitgeteilt.

Italienische Medien hatten bereits seit längerem berichtet, dass ein Abbau von einem Teil der insgesamt 12.800 Arbeitsplätze bei Alitalia eine Bedingung für einen Einstieg Etihads sei. Demzufolge wollen die Araber etwas weniger als 50 Prozent der Anteile an Alitalia übernehmen und dafür bis zu 600 Millionen Euro zahlen. Die italienische Alitalia fliegt seit vielen Jahren Verluste ein und soll mit einem internationalen Partner vor der Pleite gerettet werden.

Der Verwaltungsrat des Unternehmens soll sich am Freitag treffen und unter anderem über das Etihad-Angebot beraten. Die Araber sind auch Großaktionär bei Air Berlin. Klappt der Einstieg von Etihad bei Alitalia, könnte dies auch Auswirkungen auf die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft haben.

Das Ziel bleibe, dass Etihad fast die Hälfte der Anteile erwirbt, Air Berlin von der Börse nimmt und in eine GmbH umwandelt, berichtete die "WirtschaftsWoche" unter Berufung auf Konzernkreise von Air Berlin. Dies könne aber erst umgesetzt werden, wenn sich die türkische Industriellenfamilie Sabanci von ihrem Zwölf-Prozent-Anteil an der Fluggesellschaft trennt. Wieviel Etihad dafür zahlen müsste, ist aber noch unklar.

© AirTeamImages.com, Alex Filippopoulos Lesen Sie auch: Etihad will Air Berlin bei Alitalia-Einstieg ins Boot holen

Von: dpa, airliners.de
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