Umzug nach Frankfurt/Main Etihad Cargo verlässt Frankfurt-Hahn

16.01.2013 - 18:12 0 Kommentare

Etihad Airways verlagert ab sofort ihre Frachtflüge vom Hunsrückflughafen Hahn zum Frankfurter Rhein/Main-Airport. Mit dem Umzug verliert der rheinland-pfälzische Flughafen Hahn einen wichtigen Frachtkunden.

Die arabische Etihad Airways verlagert ab sofort ihre Frachtflüge vom Hahn zum Frankfurter Rhein/Main-Airport. Es handelt sich um vier wöchentliche Dienste per Airbus A330F (3/7) und MD-11F (1/7).

„Für unsere Kunden ergeben sich durch diesen Standortwechsel wichtige Vorteile, vor allem deutlich kürzere Anlieferzeiten für ihre Sendungen“, sagt Produktchef Martin Rehs vom Vertriebsagenten ATC Aviation Services, der das Frachtgeschäft der arabischen Linie in Deutschland managt. So wurden bisher alle für die Frachter von Etihad bestimmten Güter durch den bisherigen Abfertigungspartner Lufthansa Cargo auf Rhein-Main zu Fertigpaletten gebaut, um anschließend per Lkw zum rund 150 km entfernten Flughafen Hahn gefahren zu werden. Diese Straßentransporte entfallen ab sofort komplett.

Derzeit betreibt Etihad Cargo eine aus sechs Einheiten bestehende Frachterflotte. Diese wird im laufenden Jahr um zwei Boeing 777F und einen weiteren Airbus A330F ergänzt. Ein weiterer Airbus A330F soll nach Angabe von Deutschland-Frachtchef Michael Laschet im kommenden Jahr eingeflottet werden.

Zugleich wird sich die in Abu Dhabi beheimatete Linie in Kürze von der geleasten MD-11F trennen, die durch eine von Atlas Air gemietete Boeing 747-400F ersetzt werden soll. Der Jumbo-Frachter verfügt über eine Klappnase (nose loader), so dass auch extra große und lange Sendungen in das Flugzeug verladen werden können, etwa Ausrüstungsgüter für die Öl- und Gasindustrie.

In Deutschland fliegt Etihad zudem die Flughäfen Düsseldorf, Frankfurt und München im Passagierdienst an, Frankfurt zweimal täglich, die beiden anderen Ziele einmal pro Tag. Zusammen ergibt sich dadurch eine wöchentliche Transportkapazität von rund 800 Tonnen auf allen Umläufen von und nach Deutschland, die allein in den Unterflurkammern der Passagierflieger mitgenommen werden können. Hinzu kommen etwa 700 Tonnen an Ex- und Importen, die auf den vier Frankfurt-Diensten der Frachter befördert werden können.

Von: Heiner Siegmund
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