Etihad Airways will Air-Berlin-Piloten fest übernehmen

25.08.2015 - 17:23 0 Kommentare

Etihad Airways braucht Piloten. Jetzt bietet die arabische Airline ausgeliehenen Kapitänen und Ersten Offizieren feste Verträge an - darunter auch Flugzeugführern von Air Berlin.

Heckflossen von Air Berlin und Etihad Airways. - © © Airbus -

Heckflossen von Air Berlin und Etihad Airways. © Airbus

Die arabische Airline Etihad will Piloten von ihrer Partner-Airline Air Berlin fest übernehmen. Das teilte der Carrier aus Abu Dhabi jetzt mit. Das Angebot gilt für insgesamt 200 Piloten, die sich die Fluggesellschaft auch von anderen Partnern ausgeliehen hat.

Darunter sind 52 Kapitäne und Co-Piloten von Air Berlin sowie weitere sechs von deren österreichischer Tochter Niki. Die restlichen Piloten sind von Alitalia, Jet Airways und Darwin Airline ausgeliehen. Etihad begründete das Vertragsangebot mit dem Wachstum der eigenen Flotte.

21 frühere Air-Berlin-Piloten hatte die Airline schon zuvor übernommen. Sie fliegen nach Etihad-Angaben Maschinen des Typs Boeing 787 sowie Airbus A380. Die Fluggesellschaft hatte außerdem schon Ende 2014 angekündigt, eine "globale Einstellungsoffensive" starten zu wollen, was das Kabinenpersonal betrifft.

Etihad ist bei verschiedenen Fluggesellschaften eingestiegen

Etihad ist an den oben genannten Partner-Airlines beteiligt. Bei Alitalia zum Beispiel sind es 49 Prozent, bei Air Berlin ist es knapp ein Drittel. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft hat finanzielle Probleme und setzt derzeit auf einen Schrumpfkurs. So wird zum Beispiel die Flotte verkleinert.

Folglich gebe es bei Air Berlin einen Personalüberhang, hieß es kürzlich in einem Medienbericht. Darum wolle sich die Airline von rund 200 Piloten trennen. Auch in diesem Zusammenhang wurde Etihad genannt.

© AirTeamImages.com, Andy Katsaitis Lesen Sie auch: Air Berlin will sich von 200 Piloten trennen

Von: ch
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Flugzeug der Air Berlin. Air-Berlin-Pilot scheitert mit Klage gegen Freistellung

    Ein Pilot der Air Berlin ist mit der Klage gegen seine Freistellung gescheitert. Das Düsseldorfer Arbeitsgericht wies die Klage im Eilverfahren zurück. Nach Ansicht des Klägers gibt es nach wie vor Einsatzmöglichkeiten, weil die insolvente Airline noch Flüge für andere Airlines ausführt. Das Gericht machte deutlich, dass für die insolvenzrechtliche Freistellung auf Widerruf keine Sozialauswahl erfolgen müsse.

    Vom 23.11.2017
  • Kabinen-Crew von Edelweiss. Swiss stellt Belair-Piloten ein

    Die Lufthansa-Airline Swiss und deren Tochter Edelweiss übernehmen Piloten der Air-Berlin-Tochter Belair. Mit der Gewerkschaft Aeropers einigte man sich auf einen Kompromiss. Die Einzelheiten.

    Vom 20.11.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus