Etihad glaubt an Air-Berlin-Gewinn und plant Ausstieg bei Aer Lingus

26.03.2015 - 11:35 0 Kommentare

Air Berlin wird in den kommenden zwölf Monaten Gewinne einfliegen. Das glaubt Etihad Airways, die ein Drittel der Anteile an Air Berlin hält. Außerdem plant die arabische Airline, bei Aer Lingus auszusteigen.

Leitwerke von Air Berlin und Etihad Airways - © © AirTeamImages.com - TT

Leitwerke von Air Berlin und Etihad Airways © AirTeamImages.com /TT

Die seit Jahren defizitäre Air Berlin wird in den kommenden zwölf Monaten in die Gewinnzone zurückfliegen. Das sagte Etihad-Chef James Hogan der "Financial Times". Air Berlin wird seit längerem von Etihads Finanzspritzen in der Luft gehalten. Die deutsche Airline will am 30. März ihre Geschäftszahlen für 2014 vorlegen. Erwartet wird der höchste Verlust der Unternehmensgeschichte.

Desweiteren kündigte Hogan an, dass sich die arabische Fluglinie im Fall der Aer-Lingus-Übernahme durch die IAG von ihrer Beteiligung an der irischen Fluglinie trennen werde. "Unsere Investition in Aer Lingus war gut, und wir erwarten vom Verkauf einen hohen Gewinn, wenn die irische Regierung dem Übernahmeangebot von IAG zustimmt", so Hogan.

© dpa, Mikko Pihavaara Lesen Sie auch: Aer Lingus hübscht sich für Hochzeit mit IAG auf

Etihad hat sich mit Beteiligungen an anderen Airlines ein Zubringernetz für seine Langstreckenflüge aufgebaut. So bringt Air Berlin verstärkt Fluggäste zum Etihad-Drehkreuz nach Abu Dhabi. Etihad hält knapp 30 Prozent an Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft.

Bei Aer Lingus hatten sich die Hoffnungen auf umfangreiche Zubringerflüge jedoch nicht erfüllt. Das Geschäftsmodell der Iren habe sich stark auf die Transatlantikstrecken konzentriert, sagte Hogan. Etihad hatte sich im Jahr 2012 mit drei Prozent an Aer Lingus beteiligt und den Anteil im vergangenen Jahr auf 4,9 Prozent aufgestockt.

Für Aer Lingus liegt ein Übernahmeangebot von IAG vor - Muttergesellschaft der Fluggesellschaften Iberia und British Airways. Während die Aktionäre zögern, befürworten Vorstand und Aufsichtsrat die Fusion.

Von: airliners.de, dpa-afx
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