Erstmals seit 2004: Umsatz bei Turbinen-Hersteller Rolls Royce sinkt

13.02.2015 - 15:55 0 Kommentare

Rückschlag für Rolls Royce: Der britische Triebwerkshersteller hat zum ersten Mal seit zehn Jahren rückläufige Zahlen gemeldet. Der Vorstand begründete das Ergebnis mit zwei Entwicklungen am Markt.

Ein Triebwerk hängt im Rolls-Royce Werk in Dahlewitz in der Prüfzelle.  - © © dpa - Bernd Settnik

Ein Triebwerk hängt im Rolls-Royce Werk in Dahlewitz in der Prüfzelle. © dpa /Bernd Settnik

Der britische Triebwerkshersteller Rolls Royce kämpft erstmals seit zehn Jahren wieder mit sinkenden Umsätzen. Im Jahr 2014 gingen die Einnahmen um sechs Prozent auf 14,6 Milliarden Pfund zurück. Der Gewinn vor Steuern brach um acht Prozent auf 1,62 Milliarden Pfund (2,18 Milliarden Euro) ein, teilte das Unternehmen jetzt im britischen Derby mit. Für das laufende Jahr korrigierte Rolls Royce seine Gewinnaussichten erneut nach unten - das Unternehmen erwartet nun einen Vorsteuergewinn zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Pfund.

Vorstandschef John Rishton führte die Entwicklung auf fallende Rohstoffpreise, aber auch geringere Ausgaben der Staaten für ihre Armeen zurück. Rolls Royce ist weltweit der zweitgrößte Hersteller von Flugzeugtriebwerken, produziert aber auch Komponenten für Kriegsschiffe und Militärflugzeuge. Vor mehreren Wochen hatte Rolls Royce angekündigt, in der Luftfahrtsparte 2.600 Stellen der weltweit rund 55.000 Stellen zu streichen. Die Werke in Deutschland sollen davon nicht betroffen sein.

© Rolls-Royce, Lesen Sie auch: Triebwerkshersteller Rolls Royce baut Geschäftsführung um

Rolls Royce war 2010 in die Schlagzeilen geraten, als seine Turbinen vom Typ Trent 900 Probleme bei Airbus-380-Flugzeugen verursachten. Ein Teil der damals knapp 40 weltweit verkehrenden A380 mit diesen Motoren mussten wochenlang aus Sicherheitsgründen am Boden bleiben.

Von: dpa
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