Die A321 für Langstrecken startet zum Erstflug

31.01.2018 - 14:36 0 Kommentare

Mit der A321LR will sich Airbus ein neues Segment erschließen: Der Mittelstrecken-Jet ist auch für Langstrecken geeignet. Am Mittwoch startete der Erstflug, der Linienflug könnte noch in diesem Jahr beginnen.

Erstflug einer A321LR in Hamburg. - © © Airbus -

Erstflug einer A321LR in Hamburg. © Airbus

Der Flugzeugbauer Airbus komplettiert seine A320-Familie mit einem Jet mit besonders großer Reichweite. Die A321LR (Long Range) hob am Mittwoch in Hamburg zu ihrem ersten Flug ab, wie das Unternehmen mitteilte.

In den nächsten Monaten wird ein Testprogramm von rund 100 Flugstunden absolviert - darunter auch Transatlantikflüge. Denn die Langstrecken-Version des A321neo soll eine Reichweite von 7400 Kilometern haben. Die Typenzertifizierung durch die Flugaufsichtsbehörden Easa und FAA soll laut Airbus bis Mitte des Jahres erfolgen, die Inbetriebnahme bis zum Jahresende.

Nachfolgerin für die Boeing 757

Der neue Airbus wird laut Hersteller das Schmalrumpfflugzeug mit der größten Reichweite und dem größten Querschnitt im Markt sein. Er soll damit die Nachfolge der Boeing 757 antreten, die seit 2005 nicht mehr produziert wird. Die 757 wurde insbesondere von den großen US-Fluggesellschaften im Langstreckenverkehr zwischen der US-Ostküste und Westeuropa eingesetzt.

Boeing selbst prüft derzeit noch, ob es einen neuen Jet in dieser Größenordnung entwickeln wird. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, schätzte Kevin McAllister, Chef der Verkehrsflugzeugsparte bei Boeing, die weltweite Nachfrage für ein solches Modell im vergangenen Jahr auf etwa 4000 Exemplare.

© David Charles Peacock, Lesen Sie auch: Billigflieger drängen immer mehr auf die Langstrecke Hintergrund

Airbus hat seit dem Verkaufsstart 2014 mehr als 100 Bestellungen für die A321LR erhalten, wie ein Sprecher airliners.de mitteilte. Der erste Kunde ist die Leasing-Gesellschaft Air Lease Corporation (ALC) mit 30 Bestellungen. Der Billigflieger Norwegian hat ebenfalls 30 Maschinen geordert. Er will das neue Modell, das in der Ein-Klassen-Variante mit rund 220 Sitzen bestuhlt werden soll, für zahlreiche Punkt-zu-Punkt-Strecken im Transatlantikverkehr nutzen.

Von: cs, pra
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