Flugverspätungen: Wenn mittelgroßes Chaos als Fortschritt gilt

02.07.2019 - 16:46 0 Kommentare

Zwar gab es 2019 bisher weniger Verspätungen und Flugausfälle als im Vorjahr, dennoch verharrt die Anzahl der unpünktlichen Flüge laut eines Fluggastrechteportals auf hohem Niveau. Besonders eine Airline sticht dabei heraus.

Langstrecken-Flugzeuge der Eurowings. - © © AirTeamImages.com - Alun Morris Jones

Langstrecken-Flugzeuge der Eurowings. © AirTeamImages.com /Alun Morris Jones

Die Lage am deutschen Himmel ist besser als vergangenes Jahr. Das Fluggastrechteportal "EU Claim" verzeichnete in der ersten Jahreshälfte rund 12.000 Annullierungen und 2900 Verspätungen von mehr als drei Stunden im Luftverkehr von und nach Deutschland.

2018 waren es bis Ende Juni rund 16.000 gestrichene Flüge und knapp 4000 schwere Verspätungen gewesen. Jedoch: "Das erste Halbjahr 2019 markiert immer noch den zweithöchsten jemals gemessenen Wert", erklärte Paul Vaneker von "EU Claim".

Die Lage am Flughimmel sei nach wie vor "chaotisch". Besonders die Streiks von Sicherheitspersonal sowie starker Schneefall führten Anfang des Jahres innerhalb von nur drei Wochen zu mehr als 2000 Flugausfällen und Verspätungen.

Eurowings mit besonders vielen Problemen

Mit besonders vielen Problemen hat Eurowings zu kämpfen. Im Zeitraum von Januar bis Juni kam die Lufthansa-Tochter laut der Zählung des Portals auf rund 2650 Verspätungen und Annullierungen. Starke Nerven mussten Passagiere von Eurowings-Flug EW 1149 von Jamaika nach Düsseldorf haben: Mit 46 Stunden und 52 Minuten Verspätung ist der Urlaubsflug Spitzenreiter bei den längsten Verspätungen des Jahres.

Passagiere haben grundsätzlich einen Anspruch auf Entschädigungszahlungen, wenn die Fluggesellschaft für die Verspätungen, Umbuchungen oder Flugannullierungen verantwortlich ist. Dies gilt zumeist bei technischen Pannen oder Verspätungen wegen Dienstzeitüberschreitungen von Crews - nicht aber bei höherer Gewalt wie Streiks, wetterbedingten Verspätungen oder Luftraumsperrungen zum Beispiel wegen Aschewolken aus Vulkanen.

Von: AFP, br
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