Mit Fotostrecke Erster A350-Flügel in der Endmontagelinie

06.09.2012 - 16:05 0 Kommentare

Airbus hat die erste Tragfläche des neuen Langstreckenmusters A350 XWB in die Endmontagelinie am Standort Toulouse eingereiht. Abheben wird das fertige Flugzeug jedoch nie.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat den ersten Flügel des neuen Airbus A350 XWB an der Endmontagelinie in Toulouse in Empfang genommen. Ein Großteil der rund 32 Meter langen Flügel besteht aus Kohlefaserverbundwerkstoffen (CFK). Die Leichtbauweise und die verbesserten aerodynamischen Eigenschaften sollen den Treibstoffverbrauch des A350 um bis 25 Prozent gegenüber den jetzigen Langstreckenmodellen senken.

Die aus dem Airbus-Werk in Broughton angelieferte Tragfläche wird jedoch nie abheben: Airbus nutzt den ersten A350 XWB mit der Rumpfnummer für Strukturtests am Boden. Dabei sollen wichtige Ergebnisse für die Zertifizierung gewonnen werden. Mit der Montage des ersten fliegenden A350 XWB hatte Airbus im Juli begonnen.

Der zweistrahlige A350 mit Reichweiten von mehr als 15.000 Kilometern ist die Airbus-Antwort auf den Dreamliner des US-Konkurrenten Boeing. Moderne Verbundwerkstoffe sollen das Gewicht und damit den Treibstoffverbrauch des Flugzeugs erheblich senken.

Der Großraum-Jet ist ein Entwurf, bei dem technologisch in vielfacher Hinsicht Neuland betreten wurde - mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen wie Kosten- und Fristüberschreitungen. So musste Airbus Ende Juli abermals eine Verzögerung des Programms bekannt geben. Die Auslieferung des ersten Jets verzögert sich nun in das zweite Halbjahr 2014. Zudem will der Flugzeugbauer die ersten Exemplare in mehreren Kleinserien ausliefern, um den A350 über die Serien hinweg weiter zu entwickeln und Kunden nicht noch länger warten zu lassen. Kunden befürchteten, dass die ersten beiden Serien zu schwer sein und nicht die erhofften Leistungen erreichen werden.

Von: airliners.de mit Airbus
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