Erste Vorkehrungen für BER-Ausbau

24.07.2017 - 08:38 0 Kommentare

Der BER hat schon vor der Eröffnung ein Platzproblem. Dem wollen die Betreiber entgegenwirken. Nun treffen sie erste Vorkehrungen, um die Pläne umsetzen zu können.

Ein Arbeiter geht eine Treppe zum Terminal des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER)  hinauf.  - © © dpa - Patrick Pleul

Ein Arbeiter geht eine Treppe zum Terminal des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) hinauf. © dpa /Patrick Pleul

Am neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld treffen die Betreiber erste Vorkehrungen für einen Ausbau nach der Inbetriebnahme. Am Terminal soll ein Neubau für die Bundespolizei entstehen, wie aus einer aktuellen Ausschreibung für einen Generalplaner hervorgeht.

Aus diesem Dreigeschosser sollen die Sicherheitskräfte demnach nicht nur das schon geplante Zusatzterminal für sechs Millionen Fluggäste im Jahr überwachen, sondern auch mögliche spätere Erweiterungen. Diese sind laut Ausschreibung östlich vom Terminal geplant, wo bis Ende 2019 oder Anfang 2020 auch der Bundespolizei-Neubau entstehen soll.

Wachsende Passagierzahlen erfordern Ausbau

Weil die Passagierzahlen schneller steigen als bei der Planung des BER gedacht, arbeitet die Flughafengesellschaft an einem Ausbau-Masterplan. Unter anderem sollen Parkhaus-Flächen für neue Abfertigungsgebäude genutzt werden.

© dpa, Soeren Stache Lesen Sie auch: Berliner Flughäfen rechnen mit weiterem Millionenverlust

In diesem Sinne ist auch der Standort für das schon geplante Zusatzterminal T1-E verschoben worden. Der Bau für sechs Millionen Passagiere im Jahr ist nun nicht mehr in Verlängerung des Billigflieger-Seitenflügels Pier Nord geplant, sondern südlich davon.

Terminal soll parallel betrieben werden

Zudem soll das Terminal des bisherigen Flughafens Schönefeld parallel zum BER-Terminal betrieben werden. Hierzu laufen seit Mitte des Monats Bauarbeiten. Denn für den Parallelbetrieb seien andere Zu- und Abwege zur Startbahn nötig, die nun gebaut würden, so ein Flughafensprecher.

Volksentscheid

Die Kapazitätsprobleme am BER treben auch die Diskussion über eine Offenhaltung des Flughafens in Tegel. Bei einem Volksentscheid am 24. September, der maßgeblich auf Initiative der FDP zustande kam, können die Berliner darüber abstimmen, ob sich der Berliner Senat für die Offenhaltung Tegels einsetzen soll. Die Wahlunterlagen können ab sofort online eingesehen werden.
Der Senat wirbt im Internet für die Schließung des Flughafens Tegel. So würde der dauerhafte Weiterbetrieb von Tegel mindestens 1,5 Milliarden Euro kosten, heißt es dort. "Mindestens 1,1 Milliarden Euro müssten für die Flughafen-Sanierung und 400 Millionen Euro für den Schallschutz aufgebracht werden", argumentiert die Berliner Landesregierung.

Der Flughafen Tegel ist einer von zwei Flughäfen in Berlin. Foto: © Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Wann der neue Flughafen in Betrieb gehen kann, ist nach mehreren geplatzten Eröffnungsterminen noch unklar. Der Berliner Senat hält einen Start Ende 2018 oder Anfang 2019 für möglich.

Von: cs, dpa, dpa-AFX
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