Erste U-Boot-Suche nach MH370 vorzeitig abgebrochen

15.04.2014 - 14:27 0 Kommentare

Das für die Suche nach dem verschollenen Malaysia-Airlines-Flugzeug eingesetzte Mini-U-Boot musste seinen ersten Einsatz vorzritig beenden. Der unbemannte Unterwasser-Roboter Bluefin-21 konnte nicht tief genug tauchen.

Ein unbemanntes U-Boot wird zu Wasser gelassen. - © © Australian Defence -

Ein unbemanntes U-Boot wird zu Wasser gelassen. © Australian Defence

Der erste Einsatz eines unbemannten U-Boots zur Suche nach der vermissten Malaysia-Airlines-Boeing ist vorzeitig abgebrochen worden. Der unbemannte Unterwasser-Roboter Bluefin-21 habe nach nur sechs Stunden wieder auftauchen müssen, weil das Wasser tiefer war als seine Kapazitäten es erlauben, teilten Behördenvertreter in Australien am Dienstag mit.

Das mit einem Sonargerät ausgerüstete U-Boot war am Montagabend (Ortszeit) vom australischen Schiff "Ocean Shield" aus ins Meer gelassen worden, um in der Tiefe des Ozeans nach dem verschollenen Flugzeug zu suchen. Geplant war eigentich ein 16-stündiger Einsatz am Grund des Bodens.

© Bluewing Lesen Sie auch: Unbemanntes U-Boot sucht jetzt nach MH370-Wrack

"Nach rund sechs Stunden überschritt Bluefin-21 seine Grenze von 4500 Metern Tiefe, und sein eingebautes Sicherheitsinstrument brachte es wieder an die Oberfläche", erklärte die Koordinierungsbehörde JACC. Der Roboter sei darauf programmiert, rund 30 Meter über dem Meeresboden entlang zu schweben und das Gebiet unter sich abzuscannen. Die Karten der Region legen eine Wassertiefe zwischen 4200 und 4400 Metern nahe. An der Stelle, wo "Bluefin-21" im Einsatz war, sei diese aber wohl überschritten worden. Deshalb sei der Roboter "automatisch" wieder aufgetaucht.

Ob das Boot Anzeichen von Flug MH370 entdeckte, war zunächst unklar. Die Informationen zur Bodenformation, die es speicherte, würden nun ausgewertet, teilte das Zentrum mit. Das Bluefin-21 habe in der kurzen Zeit am Ozeangrund nichts registriert, das auf das Wrack der Maschine hindeute, berichteten derweil australische Medien unter Berufung auf die US-Marine. Ihr gehört das U-Boot.

Von: dpa, AFP
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