Staatsanwalt ermittelt gegen Ufo-Funktionäre

04.02.2019 - 12:03 0 Kommentare

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen gegen Ufo-Funktionäre wegen des Verdachts der Untreue auf. Gewerkschaftsvorstand Baublies geht davon aus, dass es dabei um die frühere Führung gehe.

Nicoley Baublies, Vorstand von Ufo. - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Nicoley Baublies, Vorstand von Ufo. © dpa /Frank Rumpenhorst

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo gerät zunehmend in Turbulenzen. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue gegen Verantwortliche der Spartengewerkschaft aufgenommen, bestätigte eine Justizsprecherin. Nähere Einzelheiten oder Namen von Beschuldigten nannte sie nicht.

Bei der Ufo tobt seit Monaten ein interner Führungsstreit. Im Oktober gab der damalige Vorsitzende Alexander Behrens seine Position aus gesundheitlichen Gründen ab, blieb aber im Vorstand.

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Der wieder an die Spitze der Gewerkschaft zurückgekehrte Nicoley Baublies erklärte am Montag, dass man mitten in der Aufarbeitung der finanziellen Vorgänge und Abschlüsse stecke. Er wisse nicht, ob er selbst zu den Beschuldigten gehöre, sagte Baublies, der selbst dem Ufo-Vorstand seit 2012 angehört. Er gehe aber davon aus, dass sich das Ermittlungsverfahren um das Fehlverhalten der früheren Führung drehe. "Wir haben keine Anhaltspunkte für andere Verdachtsmomente."

Lufthansa fordert Geld zurück

Die Gewerkschaft liegt auch mit der Lufthansa im Clinch. Der Dax-Konzern hatte von der Gewerkschaft wie auch von mehreren Funktionären persönlich einen hohen sechsstelligen Betrag zurückgefordert, der in den vergangenen vier Jahren als Gehalt gezahlt wurde. Es geht um Zahlungen von insgesamt mehr als 800.000 Euro an die hauptamtlich bei der Gewerkschaft angestellten Behrens, Baublies und den Tarifexperten Daniel Flohr.

Lufthansa hat nach eigenen Angaben interne Ermittlungen aufgenommen, aber noch nicht über das weitere Vorgehen berichtet. Am Dienstag soll es nach airliners.de-Informationen Verhandlungen wegen offener Tarifverträge geben.

Von: dpa, br
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