Düsseldorf: Entscheidung über Erweiterung wohl erst 2022

06.08.2018 - 11:24 0 Kommentare

Der Flughafen Düsseldorf wartet weiter auf die Entscheidung der beantragten Kapazitätserweiterung. Laut Medien äußert sich das NRW-Verkehrsministerium dazu wohl erst 2022.

Blick auf das Terminal des Airports Düsseldorf auf der Abflugebene. - © © Flughafen Düsseldorf -

Blick auf das Terminal des Airports Düsseldorf auf der Abflugebene. © Flughafen Düsseldorf

Der Flughafen Düsseldorf muss offenbar länger auf eine Genehmigung für den geplanten Ausbau warten als gedacht. Zu welchem Zeitpunkt das Verfahren beendet sei, sei noch nicht absehbar, meldet die "Rheinische Post" unter Berufung auf ein Schreiben des NRW-Verkehrsministeriums an Flughafen-Chef Thomas Schnalke.

Kapazitätsausbau

Der Düsseldorfer Flughafen will die Zahl der zulässigen Starts und Landungen pro Stunde erhöhen. Dabei geht es darum, in Spitzenstunden mehr Flüge am Düsseldorfer Airport zu ermöglichen. So soll der "Eckwert" von 47 auf 60 Flugbewegungen angehoben werden. Aktuell sind am Airport jährlich 256.000 Flugbewegungen nach IFR-Verkehr (Verkehr nach Instrumentenflugregeln) möglich. Doch trotz erhöhter Nachfrage sei dieser Wert in den Vorjahren nicht erreicht worden, so der Flughafen. Das liege an der zurzeit gültigen Regelung der Stundeneckwerte für den Flugbetrieb.

Verkehrsstaatssekretär Hendrik Schulte habe jedoch einen konkreteren Hinweis gegeben: "Ähnliche Verfahren wie zum Beispiel in München oder Frankfurt haben bis zu fünf Jahre gedauert."

"Bearbeitungshorizont" wohl bis 2022

Das Ministerium habe in der Vergangenheit immer wieder Unterlagen nachfordern müssen. Und auch aktuell stünden noch Unterlagen aus. "Daraus ergibt sich ein Bearbeitungshorizont, der vermutlich ins Jahr 2022 reichen wird."

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Noch vor wenigen Tagen hatte Flughafenchef Schnalke in einem Interview auf die Frage, wann er mit einer Entscheidung rechne, gesagt: "Wir sind in der Endphase des Planfeststellungsverfahrens, in der Abwägungsphase. Ich hoffe vielleicht noch dieses, sonst früh im nächsten Jahr."

Besorgnis über Landungen nach 23 Uhr

In seinem Schreiben gehe Staatssekretär Schulte auch auf die "zunehmende Anzahl der Flugbewegungen nach 23 Uhr" ein. Zwar seien diese in rechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden. "Gleichwohl tragen sie nicht unerheblich zu den bei Infrastrukturprojekten häufig bestehenden Akzeptanzproblemen in der Gesellschaft bei."

Das Ministerium erwarte von den Fluggesellschaften, aber auch vom Flughafenbetreiber, hier maßvoller vorzugehen.

© AirTeamImages.com, Markus Mainka Lesen Sie auch: Das bedeutet es, in Düsseldorf Home-Carrier zu sein

Von: cs, dpa
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