Thomas Enders in einem Flugzeug der TAM © dpa
Der künftige EADS-Chef Tom Enders will einem Bericht zufolge die Staatsbeteiligung an dem Luftfahrtkonzern zurückfahren. "Ich möchte unsere Ertragsfähigkeit steigern, die Internationalisierung voran treiben und daran arbeiten, dass wir normale Eigentümerstrukturen bekommen, in der staatliche Aktionäre keine Rolle spielen", sagte der derzeitige Chef der EADS-Tochter Airbus der "Bild am Sonntag". Europa müsse in der "Top-Liga der Luft- und Raumfahrt bleiben".
Über seinen neuen Posten, den Enders im Juni antritt, sagte er: "Ich verbiege mich nicht." Er habe seine Überzeugungen, und zu denen stehe er. So sei er etwa im vergangenen Jahr aus der CSU ausgetreten, als diese den Atomausstieg beschlossen hatte und als Deutschland sich bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über einen Militäreinsatz in Libyen enthalten hatte.
Enders übernimmt die Führung bei EADS zum 1. Juni, er folgt auf Louis Gallois. Der Konzern ist als führendes europäisches Raumfahrt-, Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen auf Augenhöhe mit dem US-Konkurrenten Boeing. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 120.000 Menschen.
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