Emirates will weitere A380

16.12.2011 - 17:03 0 Kommentare

Emirates könnte demnächst weitere A380-Maschinen bei Airbus in Auftrag geben. Airline-Chef Tim Clark liebäugelt laut einem Medienbericht bereits mit einer neuen Bestellung. Auch wenn Berlin weiterhin auf dem Emirates-Wunschzettel steht, sind die heutigen Meldungen über eine A380-Linie zum neuen Hauptstadtflughafen eine Agentur-Ente.

Airbus A380 der Emirates im Flug - © © Emirates -

Airbus A380 der Emirates im Flug © Emirates

Die arabische Fluglinie Emirates will demnächst weitere Airbus-Flugzeuge vom Typ A380 bestellen. "Ich persönlich bin sehr erpicht darauf, noch mehr A380 zu bekommen. Ich hoffe, dass wir ziemlich bald welche bestellen", sagte Emirates-Chef Tim Clark der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe). Allerdings hänge die Entscheidung zu weiteren Bestellungen auch an der Kapazität des Heimatdrehkreuzes Dubai. 

Emirates ist schon der größte A380-Kunde: 18 Maschinen des Typs fliegen bereits, weitere 72 sind bestellt. "Die Flüge mit der A380 sind fast immer voll. Ich habe in meinen 40 Jahren in diesem Geschäft kein Flugzeug gesehen, das so populär ist", sagte Clark. Die Passagiere liebten das Flugzeug und würden speziell Flüge mit der Maschine nachfragen. Bei Emirates hat das Airbus-Großraumflugzeug 517 Sitze.

Auf die Eurokrise angesprochen zeigte sich Clark optimistisch. Die Buchungszahlen für Dezember und Januar seine vielversprechend. "Die Leute konsumieren weiter", so der Emirates-Chef. "Ich sehe kein Armageddon." Problematisch sei für die Airline aus den Emiraten zur Zeit vielmehr die Kopplung der Heimatwährung an den im Vergleich zum schwächelnden Euro derzeit recht starken Dollar. 20 bis 25 Prozent des Geschäfts beträfe bei Emirates Europa.

Emirates will weiterhin auch Berlin in ihren Flugplan aufnehmen. «Vielleicht schaffen wir es ja, bis der sehr schöne neue Flughafen im kommenden Jahr eröffnet wird», so Clark. Auch an Stuttgart sei Emirates weiterhin interessiert. Der neue Hauptstadtflughafen in Berlin soll im Juni 2012 in Betrieb gehen.

Die Airline versucht zwar in Deutschland bereits seit längerem mehr Landerechte zu erhalten. Entgegen anderslautender Berichte in der Publikumspresse plant Emirates allerdings keinenfalls einen Einsatz des A380 nach Berlin.

Bislang scheiterte die Airline nämlich bei den Bemühungen, einen bilateralen Vertrag entsprechend auszuweiten. Emirates darf zurzeit nur vier Destinationen in Deutschland ansteuern, ist bei den Frequenzen aber nicht gedeckelt. Daher baut Emirates nun zunächst die Frequenzen in Hamburg, Frankfurt und München aus. Hinter der ablehnenden Haltung Deutschlands, zukünftig auch Berlin und Stuttgart ins Streckennetz aufnehmen zu können, vermutet Emirates eine politische Einflussnahme der Lufthansa.

Hinweis: Nachrichtenagenturen hatten am Morgen fälschlicherweise berichtet, Emirates plane den Einsatz eines Airbus A380 nach Berlin. Dabei wurde allerdings das Clark-Interview in der Süddeutschen Zeitung missinterpretiert und Aussagen zum A380 sowie Aussagen zu Berlin aus dem Zusammenhang gerissen und zu der falschen Schlussfolgerung vermengt.

Von: dapd, dpa, airliners.de
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