Die Fluggesellschaft Emirates spricht mit Airbus über einen Lieferaufschub beim Großflugzeug A380. "Emirates könnte die Lieferung von mehreren Maschinen verzögern", hieß es am
Donnerstag aus Airbus-Kreisen. Emirates mit Sitz in Dubai ist mit 58
Bestellungen wichtigster Abnehmer der größten Passagiermaschine der Welt.
Bei der lange vom Erfolg verwöhnten Gesellschaft aus der Golfregion zeigten
sich "nun erstmals Schwierigkeiten", hieß es aus Airbus-Kreisen. Der Flugzeughersteller
habe dagegen immer auf "diese Art von soliden Großkunden gesetzt". Ein
Emirates-Sprecher bestätigte ein "Routinetreffen mit Airbus, um über die
künftigen Lieferungen zu sprechen". Wie jede Airline prüfe Emirates "alle
Optionen" für seine Flugzeugflotte.
Bisher hat Airbus, in dessen Auftragsbüchern Ende 2008 noch 3715 Maschinen
standen, noch kaum unter Streichungen von Aufträgen zu leiden. Im Januar
wurden lediglich Verträge für zwölf Flugzeuge annulliert. Der Chef der
Airbus-Mutter EADS, Louis Gallois, hatte am Dienstag gesagt, es gebe "mehr
Druck betreffend der Verschiebung von Bestellungen".
Es
wäre die zweite Verschiebung beim A380 in diesem Monat, nachdem die
Luftfahrtbranche die Wirtschaftskrise immer stärker zu spüren bekommt. Vergangene Woche hatte bereits Air France um einen Aufschub für zwei bestellte
Maschinen gebeten.
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