Emirates gibt Partnerairline Qantas einen Korb

17.12.2013 - 11:04 0 Kommentare

Die australische Fluggesellschaft Qantas steht unter Druck und braucht frisches Kapital. Der arabische Partner Emirates will ihr aber nicht unter die Arme greifen.

Zwei Airbus A380 der Emirates und der Qantas befinden sich im Tiefflug über Sydney. - © © Emirates -

Zwei Airbus A380 der Emirates und der Qantas befinden sich im Tiefflug über Sydney. © Emirates

Emirates will ihrem australischen Partner Qantas nicht mit frischem Kapital unter die Arme greifen. "Eigenkapital steht nicht zur Debatte", sagte Emirates-Chef Tim Clark der Tageszeitung "West Australian".

Qantas steht nach Gerüchten über einen Halbjahresverlust von 300 Millionen australischen Dollar (218 Mio Euro) unter Druck. Der Aktienkurs der Gesellschaft rauschte in der vergangenen Woche auf den tiefsten Stand der Geschichte.

Qantas-Chef Alan Joyce versucht die australische Regierung dazu zu bewegen, dass sie einen Anteil an der Fluglinie übernimmt. Alternativ dazu soll sie ausländischen Gesellschaften erlauben, sich mit mehr als den bisher gestatteten 49 Prozent an australischen Fluggesellschaften zu beteiligen. Der einheimische Konkurrent Virgin Australia hat gleich drei ausländische Investoren: Air New Zealand, Singapore Airlines und Etihad Airways. Beide Seiten werfen sich nun gegenseitig vor, einen Preiskrieg angezettelt zu haben.

Mit Emirates arbeitet Qantas bereits intensiv zusammen. Die Australier verlegten ihr Drehkreuz für Europa-Flüge von Singapur nach Dubai. Dort erhalten ihre Passagiere Anschluss an das Streckennetz der arabischen Emirates. In der Folge zog sich Qantas aus Deutschland zurück.

Im Gegensatz zu Emirates hat sich die arabische Konkurrenz-Airline Etihad aus Abu Dhabi an mehreren Fluglinien in aller Welt beteiligt. Bei Air Berlin stieg sie auf diese Weise vor knapp zwei Jahren zum größten Aktionär auf. Seit jüngstem ist sie an der indischen Jet Airways und demnächst auch bei der schweizerischen Etihad Regional (ex Darwin) und der serbischen Air Serbia (ex Jat Airways) beteiligt. Außerdem gibt es Gerüchte um einen möglichen Einstieg bei Alitalia. Mithilfe der Partner erweitert Etihad das Zubringernetz für ihre Langstreckenflüge.

Von: dpa-AFX, airliners.de
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