Emirates setzt bei A380-Order doch auf Rolls-Royce-Motoren

05.11.2018 - 12:32 0 Kommentare

Rolls-Royce wird Triebwerkslieferant der offenen A380-Bestellungen von Emirates. Zuletzt war die Entscheidung noch offen - und damit auch wieder das Überleben des Doppelstöcker-Programms unsicher.

A380 von Emirates: Großkundin des Doppelstöckers. - © © AirTeamImages.com - Simon Willson

A380 von Emirates: Großkundin des Doppelstöckers. © AirTeamImages.com /Simon Willson

Emirates hat sich bei ihrer A380-Order doch wieder für Triebwerke von Hersteller Rolls-Royce entschieden. Laut eines Berichts der Nachrichtenagentur "Reuters" ist jedoch noch kein finaler Vertrag unterschrieben worden.

Gleichzeitig äußerte Airline-Chef Tim Clark gegenüber dem Portal "Airlineratings.com", dass der Deal mit dem britischen Hersteller jedoch kurz vor dem Abschluss stehe. Damit ist der Auftrag über 36 Doppelstöcker nicht mehr in Gefahr.

Denn vor gut einem Monat stand der Anfang des Jahres geschlossene Deal plötzlich auf der Kippe, da die Golf-Airline eine erste Frist bei der Triebwerksauswahl verstreichen ließ. Grund war, dass sich die Airline und der Triebwerkshersteller nicht über den Verbrauch der Motoren einigen konnten. Aus dem Umfeld des Golf-Carriers hieß es, dass Emirats mit der Effizienz der Trent-900-Triebwerke unzufrieden sei.

Engine Alliance witterte Chance

Kurz nach Bekanntwerden bot sich Rolls-Royce-Konkurrent Engine Alliance, an, die Maschinen mit ihren GP7200-Motoren zu beliefern. Das Joint-Venture von General Electric Aviation und Pratt & Whitney Alliance war bis 2014 Triebwerkslieferant von Emirates' A380-Maschinen.

Aktuell kämpfen beide Muttergesellschaften mit Verzögerungen bei verschiedenen Triebwerksmodellen. Bei Rolls-Royce sorgen die Trent-7000-Triebwerke für Ärger, die bei der A330 zum Einsatz kommen. Pratt & Whitney kämpft seit Längerem mit Lieferschwierigkeiten für die A320-Neo-Jets.

Airbus und Emirates haben im Januar eine Festbestellung von 20 Airbus A380-Linienflugzeugen sowie einer Option auf 16 zusätzliche Superjumbos unterschrieben. Damit sicherte der Golf-Carrier die Aufrechterhaltung des A380-Programms für die kommenden Jahre. Der Deal umfasst rund 16 Milliarden Euro.

Überlebenswichtiger Auftrag für A380-Programm

Ohne den Auftrag hätte Airbus die Produktion des doppelstöckigen Flugzeugs wohl einstellen müssen. Nun wird die A380 mindestens noch zehn Jahre gebaut, wie der europäische Konzern weiter mitteilte. Airbus hofft, mit dem Emirates-Geschäft im Rücken.

Von: br
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