A380neo: Emirates setzt Airbus unter Zugzwang

22.01.2015 - 13:14 0 Kommentare

Baut Airbus die A380neo, will Emirates 100 Stück davon kaufen. Das kündigte Airline-Chef Tim Clark an. Damit erhöht die Fluggesellschaft als größter A380-Abnehmer wieder einmal den Druck auf Airbus.

Tim Clark, President Emirates

Tim Clark, President Emirates
© Emirates

Eine A380 der Emirates

Eine A380 der Emirates
© dpa - Sven Hoppe

Details eines A380 der Fluggesellschaft Emirates.

Details eines A380 der Fluggesellschaft Emirates.
© airliners.de - Gunnar Kruse

Bug eines startenden Airbus A380 der Emirates

Bug eines startenden Airbus A380 der Emirates
© AirTeamImages.com - Simon Gregory

Ein A380 am Concourse-A-Terminal in Dubai.

Ein A380 am Concourse-A-Terminal in Dubai.
© Emirates

Emirates würde 100 Maschinen vom Typ A380neo kaufen, sollte sich Airbus dazu entscheiden, das Flugzeug auf den Markt zu bringen. Das sagte der Präsident der Fluggesellschaft, Tim Clark, dem Sender "Bloomberg TV". "Neo" steht für "new engine option" und kennzeichnet bei Airbus die Maschinen mit neueren und verbrauchsärmeren Triebwerken.

Emirates ist die Airline mit den meisten Airbus A380. Derzeit befinden sich 57 Maschinen dieses Typs in der Flotte. Weltweit wurden bis Ende des vergangenen Jahres 152 Airbus A380 ausgeliefert. Das weltgrößte Passagierflugzeug verkauft sich jedoch schlecht. 2014 wollte keine einzige Fluggesellschaft den Riesenjet bestellen - nur ein Flugzeugfinanzierer orderte 20 Jets.

Druck auf Airbus wächst

Mit seiner Aussage macht Clark Druck auf den europäischen Flugzeughersteller Airbus - wieder einmal. Er hatte schon im April vergangenen Jahres eine Großbestellung in Aussicht gestellt, diese jedoch an eine Bedingung geknüpft: Die spritsparende A380neo müsse gebaut werden. Im November legte er nochmal nach: "Die A380 ist ein fabelhaftes Flugzeug, sie muss noch effizienter werden", so Clark.

Im Dezember waren innerhalb des Airbus-Konzerns Diskussionen um die Zukunft des weltgrößten Passagierflugzeuges aufgekommen. Die Führungsetage des Mutterkonzerns hatte Zweifel am A380 geäußert, Spartenchef Fabrice Bregier wollte davon jedoch nichts wissen: "Es ist sicher, dass wir die A380 eines Tages mit sparsameren Triebwerken versehen, und irgendwann wird es auch eine verlängerte Version des Flugzeugs geben." Verkaufschef John Leahy glaubt ebenfalls an die A380: "Es ist das richtige Flugzeug, weil das weltweite Passagieraufkommen steigt."

© Airbus, Lesen Sie auch: Airbus-Spartenchef will vom Ende der A380 nichts wissen

Von: airliners.de
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