Embraer stellt sparsameren Regionaljet vor

13.03.2014 - 13:33 0 Kommentare

Embraer hat eine verbrauchsoptimierte Version des Regionaljets E-175 vorgestellt. Der brasilianische Flugzeugbauer sieht sich so für die kommenden Jahre gerüstet, bis die neue E2-Familie mit Getriebefan zur Verfügung steht.

Roll-out des ersten verbesserten Embraer 175 - © © Embraer -

Roll-out des ersten verbesserten Embraer 175 © Embraer

Embraer hat eine verbrauchsoptimierte Version des Regionaljets E-175 vorgestellt. Durch aerodynamische Verbesserungen wie zum Beispiel neue Wingtips sowie Systemoptimierungen soll der Kerosinverbrauch gegenüber der bisherigen Version um bis zu 6,4 Prozent niedriger liegen, verspricht der brasilianische Flugzeugbauer. Angepeilt waren zunächst fünf Prozent. Embraer sieht sich so für die kommenden Jahre gerüstet, bis die neue E2-Familie mit Getriebefan zur Verfügung steht. Diese umfasst die E175-E2, die E190-E2 und die E-195-E2. Auf den Bau eines Nachfolgers für das bisher kleinste Mitglied Embraer 170 verzichtet der Flugzeugbauer.

Der E190-E2 soll in der ersten Hälfte 2018 in Dienst gestellt werden und entspricht in seiner Kapazität genau dem Vorgänger. Um ganze drei Reihen ist dafür die größere E195-E2 gewachsen, die ab 2019 zur Auslieferung stehen soll. Sie verfügt damit über bis zu 132 Sitzplätze. Der E175-E2, der im Jahr 2020 an den Erstkunden ausgeliefert werden soll, verfügt in der klassischen Ein-Klassen-Bestuhlung über eine zusätzliche Sitzreihe und kann damit 88 Fluggäste beherbergen.

Für zusätzliche Kostenersparnis gegenüber der bestehenden E-Jet-Serie sollen vor allem neue Getriebefan-Triebwerke von Pratt & Whitney (PW1700G bei der E175-E2 sowie PW1900G bei den E190-E2 und E195-E2), überarbeitete Flügel und neue Avionik sorgen.

Trotz allem werden die E2-Maschinen den Vorgängern im Großen und Ganzen entsprechen, sodass zusätzliche Ausbildungs- oder Umschulungskosten weitgehend vermieden werden können. Der Hersteller verspricht Treibstoffeinsparungen im zweistelligen Bereich und geringere Lärmbelastung sowie Einsparungen bei den Wartungskosten. Die Kosten pro Sitzplatz sollen denen größerer Narrowbodies mit neuen Triebwerken wie der Boeing 737-MAX oder A320neo-Serie nahekommen.

Mit der neuen Generation seiner erfolgreichen E-Jets reagiert Embraer offenbar auf die Bombardier CSeries, die ebenfalls mit Getriebefan-Triebwerken punkten will. Zudem stoßen nun auch die Brasilianer mit der gestreckten Embraer 195-E2 langsam in die Regionen von A319neo/737 MAX 7 vor.

Von: airliners.de
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