Embraer-Aktionäre genehmigen Boeing-Deal

26.02.2019 - 18:25 0 Kommentare

Die Aktionäre des brasilianischen Flugzeugherstellers Embraer stimmen der geplanten Partnerschaft mit Boeing mit großer Mehrheit zu. Nun steht dem Abschluss des Deals nichts mehr im Weg.

Boeing und Embraer arbeiten künftig zusammen. - © © Foto Screenshot Boeing / Montage airliners.de -

Boeing und Embraer arbeiten künftig zusammen. © Foto Screenshot Boeing / Montage airliners.de

Die Aktionäre des brasilianischen Flugzeugherstellers Embraer haben mit großer Mehrheit der geplanten strategischen Partnerschaft mit dem US-Hersteller Boeing zugestimmt. In einer Sondersitzung stimmten 96,8 Prozent aller abgegebenen gültigen Stimmen für die Transaktion, teilte der US-Hersteller mit. Damit steht der Gründung des geplanten Gemeinschaftsunternehmens nichts mehr im Weg.

"Die Zustimmung der Aktionäre von Embraer ist ein wichtiger Schritt nach vorne, wenn wir unsere beiden großen Luftfahrtunternehmen zusammenbringen. Diese strategische globale Partnerschaft wird auf der langjährigen Zusammenarbeit von Boeing und Embraer aufbauen, unseren Kunden zugute kommen und unser zukünftiges Wachstum beschleunigen", sagte Boeing-Chef Dennis Muilenburg.

Im Zuge des Deals soll der US-Konzern für 4,2 Milliarden US-Dollar 80 Prozent am Verkehrsflugzeug- und Service-Geschäft von Embraer übernehmen. Anfang des Jahres teilte die neue brasilianische Regierung mit, dass sie auf ihr Veto-Recht bei dem Deal verzichten werde. Beide Unternehmen wollen nach in diesem Jahr zu einem Abschluss der Transaktion kommen.

Brasilianisches Management

Boeing will beim dem neuen Unternehmen die Sparten Geschäftsentwicklung, Produktion und Marketing übernehmen. Das Joint-Venture erhält ein brasilianisches Management einschließlich des CEOs und des Verwaltungsratschefs. Boeing wird den operativen Teil betreuen. Weiter wird das neue Unternehmen vollständig in die breitere Produktions- und Lieferkette von Boeing integriert. Damit kann Boeing dann ein Portfolio anbieten, das von Maschinen mit 75 Plätzen bis zu Jets mit 450 Plätzen reicht.

© dpa, Ralf Hirschberger Lesen Sie auch: Das bedeuten die Deals von Airbus und Boeing Hintergrund

Ursprünglich sollte der im Juli geschlossene Deal bereits vollzogen sein, aber in Brasilien gab politischen Widerstand gegen den Plan der beiden Konzerne, da Embraer auch Militärflugzeuge und Sicherheitstechnik entwickelt und baut. Der Staat hält an dem Unternehmen eine sogenannte Goldene Aktie und kann damit weitreichende Entscheidungen blockieren.

Von: br
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