Varel, Nordenham und Augsburg

Einigung zur Ausgliederung von Airbus-Werken

21.11.2008 - 18:49 0 Kommentare

Beim europäischen Flugzeugbauer Airbus haben sich Vertreter von Management und Betriebsrat über die Ausgliederung von drei deutschen Werken geeinigt. Danach sind in der "Premium Aerotec GmbH", in der die Werke ab Januar angesiedelt sein sollen, betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Dezember 2013 ausgeschlossen.

Bei Airbus haben sich Management und Betriebsrat über die Bedingungen für die Ausgliederung von drei deutschen Werken geeinigt. Unter anderem soll es bis Ende 2013 keine betriebsbedingten Kündigungen geben, wie die IG Metall Küste und der Gesamtbetriebsrat von Airbus am Freitag mitteilten.

Zudem seien Arbeitspakete zugesagt und weitere Investitionen vereinbart worden. Airbus will mit der Ausgliederung der drei Werke Varel, Nordenham und Augsburg in die Tochtergesellschaft "Premium Aerotec" den weltgrößten Zulieferer für Strukturbauteile in der Luftfahrt schaffen.

Strittig sei lediglich noch die Frage der Mitbestimmung in der neuen Unternehmensstruktur, hieß es in der Erklärung. Eine endgültige Einigung müsse am Montag durch den Aufsichtsrat abgesegnet werden. Zuvor hatte am Donnerstag ein wilder Streik das Augsburger Werk der Airbus-Mutter EADS sowie die niedersächsischen Airbus-Standorte Varel und Nordenham vorübergehend lahmgelegt. Damit hatte die Belegschaft Druck machen wollen.

Kritikpunkte waren demnach fehlende Zusagen für konkrete Arbeitspakete und Investitionen sowie geplante Gehaltseinbußen für die insgesamt 6000 betroffenen Mitarbeiter. Mit der Einigung hätten sich die gegen die wilden Streiks in Varel und Nordenham bei Gericht eingereichten Anträge auf einstweilige Verfügungen erledigt, sagte der Airbus-Sprecher am Freitag.

Der europäische Flugzeugbauer hatte im Zuge seines Sparplans Power 8 zunächst geplant, die Standorte Varel, Nordenham und Augsburg zu verkaufen. Konkrete Verhandlungen mit der deutschen Firma MT Aerospace waren jedoch im Frühjahr gescheitert. Auch in Frankreich scheiterte vorerst der Versuch, für die Werke Saint-Nazaire-Ville und Méaulte einen Käufer zu finden. Ihre Ausgliederung in die neue EADS-Tochter Aerolia stößt bei der dortigen Belegschaft ebenfalls auf Kritik.

Von: AFP
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