Deutschland reduziert Festbestellungen Einigung bei A400M-Finanzierung

05.11.2010 - 17:34 0 Kommentare

EADS hat sich mit den sieben Käuferländern auf eine Finanzierungslösung für den A400M geeinigt. Deutschland will nun lediglich 53 statt der ursprünglich geplanten 60 Einheiten verbindlich abnehmen.

Airbus A400M im Endanflug - © © dpa -

Airbus A400M im Endanflug © dpa

Der Rüstungskonzern EADS hat sich mit den sieben Käuferländern auf eine Finanzierungslösung für den Militärtransporter Airbus A400M geeinigt. Das teilten der Konzern und der französische Verteidigungsminister Hervé Morin am Freitag in Toulouse mit. Deutschland kauft nun 53 statt 60 Maschinen.

«Um Mehrkosten für den Bund zu vermeiden, soll die Bestellung von 7 der insgesamt 60 deutschen Flugzeuge in eine Option umgewandelt werden», sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin der Nachrichtenagentur dpa.

Zudem verzichtet Deutschland auf die geforderte vollautomatische Tiefflugfähigkeit des A400M. «Mit diesen Maßnahmen wird der deutsche Anteil an der Preiserhöhung von rund 670 Millionen Euro kompensiert», sagte der Sprecher.

Auf diese Vertragsänderung einigten sich bei einem Treffen in Toulouse die sieben Käuferländer Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Luxemburg, Großbritannien und die Türkei mit dem Airbus- Konzern.

Frankreich wird 8,4 Milliarden Euro für 50 Flugzeuge zahlen. In Verhandlungskreisen hieß es, Großbritannien reduziere die Bestellung von 25 auf 22 Maschinen. Damit soll Airbus insgesamt 170 statt 180 A400M an die Länder ausliefern.

Im Frühjahr hatten die Nationen sich bereiterklärt, insgesamt 3,5 Milliarden Euro der Mehrkosten mitzutragen, um Europas wichtigstes Rüstungsprojekt zu retten. Wegen technischer Probleme liegt das A400M-Projekt um Jahre hinter dem Zeitplan.

Seinen Jungfernflug hatte der A400M im Dezember 2009. Im März 2013 soll die erste Maschine an Frankreich ausgeliefert werden. Der erste Militär-Airbus für die Bundeswehr ist für November 2014 vorgesehen.

Von: dpa, dapd
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