Zwischenbilanz

Ein Jahr Etihad/Air Berlin

18.12.2012 - 17:20 0 Kommentare

Etihad und Air Berlin haben eine erste positive Zwischenbilanz ihrer strategischen Partnerschaft gezogen. Die seit einem Jahr laufende Kooperation hatte bereits weitreichende Auswirkungen - vor allem auf Air Berlin.

Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Airberlin (l) steht neben James Hogan, Präsident der Fluggesellschaft Etihad Airways am 18.12.2012 nach einer Pressekonferenz in Berlin. Etihad und Air Berlin bilanzierten das erste Jahr der strategischen Partnerschaft.

Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Airberlin (l) steht neben James Hogan, Präsident der Fluggesellschaft Etihad Airways am 18.12.2012 nach einer Pressekonferenz in Berlin. Etihad und Air Berlin bilanzierten das erste Jahr der strategischen Partnerschaft.
© dpa - Michael Kappeler

Leitwerke von Air Berlin und Etihad Airways

Leitwerke von Air Berlin und Etihad Airways
© AirTeamImages.com - TT

Air Berlin und Etihad Airways haben heute in Berlin eine erste Bilanz der vor fast genau einem Jahr geschlossenen Partnerschaft der zwei Fluggesellschaften gezogen.

Beide Airlines zusammen hätten bislang 300.000 Fluggäste zusätzlich gewonnen, das entspreche einem Umsatz von rund 100 Millionen Euro, berichtete Air-Berlin-Vorstandschef Hartmut Mehdorn. Durch die Kooperation hätten sich für Air Berlin allein ein Zuwachs von mehr als 219.000 Fluggästen und dadurch erzielte Erlöse von ca. 50 Millionen Euro ergeben.

Etihad-Vorstandschef James Hogan betonte, die Kooperation mit Air Berlin sei auf einen langen Zeitraum angelegt. Durch die bereits im ersten Jahr erwirtschafteten Erlöse und die Initiativen zur Kosteneinsparung habe Etihad ihre ursprünglichen Investitionskosten von 105 Millionen US-Dollar bereits wieder einnehmen können.

Während der vergangenen zwölf Monate hätten beide Partner außerdem damit begonnen, eine Zusammenarbeit im Bereich des Beschaffungswesens aufzubauen. Diese wirkte sich bereits auf den internationalen Treibstoffeinkauf, Ground Handling und Bodenservice aus und wird beiden Fluggesellschaften Einsparungen von mehreren Millionen Dollar erbringen.

Etihad aus dem Emirat Abu Dhabi ist seit Januar mit einem Anteil von 29,2 Prozent größter Einzelaktionär von Air Berlin. Damals halfen die Araber dem deutschen Konzern mit einer Kreditlinie von 255 Millionen Dollar aus einer akuten Finanzklemme. Im Gegenzug stellte Air Berlin ihr komplettes Asien-Flugprogramm auf Zubringerdienste über das Etihad-Drehkreuz Abu Dhabi um und konzentrierte sich im Langstreckenbereich vor allem auf Amerikaverbindungen - trotz der neuen Oneworld-Partnerschaft der Berliner.

Mit dem Verkauf der Mehrheit ihres Vielfliegerprogramms «Topbonus» an Etihad will Air Berlin nun noch in diesem Jahr in die Gewinnzone zurückkehren. Mehdorn sagte, man werden 2012 "einen Gewinn darstellen". Auf Nachfrage wollte Mehdorn nicht präzisieren, ob er damit den operativen Gewinn (EBIT) oder den Jahresüberschuss meint. Unterm Strich hatte Air Berlin zuletzt 2007 einen Gewinn geschrieben.

Von: airliners.de mit dpa
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