Ehemaliger Tui-Manager wird neuer Easyjet-Chef

10.11.2017 - 13:35 0 Kommentare

Easyjet-Chefin Carolyn McCall verlässt im kommenden Jahr den britischen Billigflieger. Nun ist ihre Nachfolge geregelt. Dem neuen Unternehmenschef stehen große Aufgaben bevor.

Der neue Easyjet-Chef Johan Lundgren.

Der neue Easyjet-Chef Johan Lundgren.
© Easyjet

Easyjet-Chefin Carolyn McCall.

Easyjet-Chefin Carolyn McCall.
© Easyjet

Der britische Billigflieger Easyjet hat einen neuen Chef gefunden. Am 1. Dezember übernimmt laut einer Mitteilung der ehemalige Tui-Manager Johan Lundgren die Leitung der Airline. Lundgren folgt auf Carolyn McCall, die Chefin der britischen Sendergruppe ITV wird. McCall werde zwar Ende November als Unternehmenschefin zurücktreten, aber bis zum Jahresende für den Übergang bleiben.

Ich bin seit Jahren mit Easyjet geflogen und ein Fan seiner wundervollen Mitarbeiter.

Johan Lundgren, designierter Chef von Easyjet

Johan verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Reisebranche, von denen die letzten zwölf beim Reisekonzern Tui waren, wo er stellvertretender CEO und Chef der Tourismus-Tochter Mainstream Markets war. Lundgren wird bei Easyjet umgerechnet rund 835.000 Euro Jahresgehalt zuzüglich Bonuszahlungen erhalten.

Große Herausforderungen für Lundgren

Wichtigste Aufgabe des neuen Easyjet-Chefs ist es, die Fluggesellschaft durch den Brexit zu bringen. Großbritannien hatte im Juli 2016 den Austritt aus der EU beschlossen, im März 2019 soll der Brexit vollzogen sein. Easyjet hat bereits eine Tochtergesellschaft in Österreich gegründet, mit der sich der Billigflieger auch nach einem harten Brexit ohne neues Luftverkehrsabkommen mit der EU Zugang zum EU-Luftraum sichern will. Bis März 2019 sollen rund 110 Flugzeuge zu Easyjet Europe umgemeldet werden.

Auch die angekündigte Übernahme des Air-Berlin-Engagement am Flughafen Tegel muss der neue Chef finalisieren. Hierbei will Easyjet im kommenden Jahr rund 1000 ehemalige Beschäftigte der Airline einstellen.

© Flughafen Köln/Bonn, Lesen Sie auch: Easyjet und Verdi einig bei Bedingungen für Air Berliner

Von: cs
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