Diese Zahlen verbucht Easyjet fürs erste Quartal

22.01.2019 - 08:18 0 Kommentare

Gestiegener Umsatz und gestiegene Kosten - vor allem wegen des Drohnenvorfalls in London-Gatwick. Easyjet bilanziert das erste Quartal und teilt die Verkehrszahlen für 2018 mit. Die Details.

Ein Airbus A321 von Easyjet beim Start. - © © AirTeamImages.com - Dirk Grothe

Ein Airbus A321 von Easyjet beim Start. © AirTeamImages.com /Dirk Grothe

Billigflieger Easyjet hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres (ab 30. September) mehr eingenommen: Der Umsatz stieg laut Mitteilung um 13,7 Prozent auf umgerechnet rund 1,47 Milliarden Euro. Über einen Quartalsgewinn oder -verlust berichtet der Low-Coster nicht.

Allerdings gewährt Easyjet einen Blick auf ihre Kostenstruktur. So stiegen die Headline-Kosten - sprich alle Kosten inklusive Gebühren, Treibstoffe und weiteren - pro Passagier zwischen Oktober und Dezember um 4,3 Prozent auf gut 63 Euro.

Airline-Chef Johan Lundgren zufolge sei Easyjet "gut ins neue Jahr gestartet". Die Kosten haben sich wie erwartet entwickelt. "Hinsichtlich unserer strategischen Initiativen zu Holidays, Geschäftsreisen, Kundenbindung und zur Nutzung von Daten haben wir gute Fortschritte gemacht."

Drohnenvorfall in Gatwick kostete Millionen

Darüber hinaus treibt Easyjet ein Sale-and-leaseback-Modell weiter voran: Mit Anfang Januar sind insgesamt zehn A319-Jets für rund 136 Millionen Euro veräußert worden. Dieser Gewinn soll in den kommenden Finanzzahlen berücksichtigt werden.

Drohnenvorfall in Gatwick

Die Drohnensichtung am Flughafen London-Gatwick, in dessen Folge der Airport Mitte Dezember gesperrt worden war, hat Spuren im Quartalsberichte von Easyjet hinterlassen. Den Umsatzverlust durch annullierte Flüge taxiert der Billigflieger auf 5,7 Millionen Euro. Hinzu kommen noch einmal rund 11,3 Millionen Euro an Kosten.

Trotz der Unsicherheiten, die vor allem wegen des Brexits aufgekommen sind, rechnet Easyjet mit einem "robusten" Verlauf des weiteren Geschäftsjahres. So sollen die Kapazitäten um zehn Prozent steigen. Der Umsatz pro Sitz werde im ersten Halbjahr wahrscheinlich "im mittleren bis hohen einstelligen Bereich sinken".

Da das umsatzstarke Ostergeschäft erst im zweiten Halbjahr ist, rechnet der Low-Coster mit einem "negativen Einfluss" von etwa 56,7 Millionen Euro für die erste Hälfte des Geschäftsjahres. Durch den kontinuierlichen Rückgang des Ölpreises seit November rechnet der Billigflieger insgesamt mit etwa 1,65 Milliarden Euro Treibstoffkosten - die Gewinnprognose wird nicht geändert.

Verkehrszahlen

Neben den Finanzzahlen fürs erste Quartal (Oktober bis Dezember) weist Easyjet nun auch die Passagierzahlen für 2018 aus. Diese stiegen um 8,9 Prozent auf 88,04 Millionen Fluggäste.

Passagierzahlen 2018
Fluggäste in Millionen
Januar 5.16
Februar 5.55
März 6.55
April 7.45
Mai 7.79
Juni 7.79
Juli 8.54
August 8.68
September 8.82
Oktober 8.58
November 6.18
Dezember 6.83

Quelle: Easyjet

Gerade das Wachstum in den letzten drei Monaten des Jahres war aufgrund der Drohnenproblematik in Gatwick und der späten A321-Auslieferungen unter den Erwartungen. Die Auslastung lag im Gesamtjahr 2018 bei leicht gesunkenen 90,4 Prozent.

Berlin-Operations schreiben noch rote Zahlen

Das Berlin Geschäft des Low-Costers sei bislang noch nicht profitabel, berichtet die dpa. Dies sei laut Easyjet-Deutschlandchef Thomas Haagensen normal. Easyjet müsse seine Flugpläne in Berlin optimieren, zum Beispiel Abflugzeiten ändern oder Flüge von Tegel und Schönefeld zum selben Ziel auf einen der beiden Berliner Flughäfen konzentrieren. Auch sei die Auslastung kontinuierlich gestiegen.

© Berliner Flughäfen, Lesen Sie auch: Easyjet zieht positive Jahresbilanz am Flughafen Tegel

Von: br
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