Easyjet schüttet nach Rekordgewinnen Sonderdividende aus

19.11.2013 - 12:16 0 Kommentare

Easyjet hat das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte eingeflogen. Jetzt will der Ryanair-Konkurrent weiter wachsen. Dazu beitragen soll unter anderem der weitere Ausbau einer Basis in Deutschland.

Passagiere besteigen am Flughafen Berlin-Schönefeld einen Airbus A319 der Easyjet - © © airliners.de - Oliver Pritzkow

Passagiere besteigen am Flughafen Berlin-Schönefeld einen Airbus A319 der Easyjet © airliners.de /Oliver Pritzkow

Mehr Fluggäste und eine strenge Kostendisziplin haben den britischen Billigflieger Easyjet zu einem Rekordgewinn getragen. Vor Steuern verdiente der Ryanair-Konkurrent im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr 478 Millionen Britische Pfund (rund 570 Millionen Euro) und damit 50 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie der Konzern heute mitteilte. Der irische Konkurrent Ryanair hatte zuletzt herbe Gewinnrückgänge verbuchen müssen.

Einen so hohen Gewinn hatte Easyjet deswegen schon nach dem starken Frühjahrsgeschäft für möglich gehalten. Profitieren sollen von dem Rekordergebnis auch die Aktionäre: Die reguläre Dividende hebt das Unternehmen um deutlich mehr als die Hälfte auf 33,5 Pence an, dazu kommen wegen der großen Rücklagen 175 Millionen Pfund Sonderausschüttung, was 44,1 Pence je Anteilsschein entspricht.

Der Umsatz stieg um knapp 11 Prozent auf 4,26 Milliarden Pfund. Die Erlöse je Flugzeugsitz legten kräftiger zu als die Kosten. Der Gesamtumsatz pro Sitz stieg den Angaben nach um sieben Prozent auf 62,58 Pfund (74,56 Euro), was die Airline auf ein günstiges Marktumfeld und Marketing-Maßnahmen wie die Sitzplatzzuweisung, Optimierungen der Website und der Kampagne „europe by easyJet“ zurückführt. Für Kerosin gaben die Briten sogar etwas weniger aus als vor einem Jahr. Die Kosten pro Sitzplatz ohne Treibstoff stiegen dagegen für das Gesamtjahr um 5,3 Prozent. Dafür sind nach Easyjet-Angaben gestiegene Passagiergebühren vor allem in Italien und Spanien.

Neue Basis in Hamburg - Weiteres Wachstum angepeilt

Im neuen Geschäftsjahr will Easyjet seine Kapazität weiter ausbauen und peilt insgesamt fünf Prozent Zuwachs an. Dazu beitragen soll unter anderem die neue Easyjet-Basis in Hamburg. Bislang verbindet die Airline Hamburg mit sechs Destinationen, ab dem Frühjahr 2014 sollen es 15 sein. Dafür stationiert das Unternehmen drei Flugzeuge in Hamburg. Neben der neuen Basis in Hamburg eröffnet die Airline zudem eine weitere Station in Neapel. Die Basis in Madrid gibt Easyjet dagegen auf.

Für das laufende erste und das zweite Quartal dämpft das Management jedoch die Erwartungen: So viele London-Besucher wie im Nachgang der Olympischen Spiele von 2012 werde es nun nicht mehr geben, außerdem dürfte die Lage in Ägypten weiterhin das Geschäft belasten. Dazu werde der Umsatz je Sitzplatz im ersten Halbjahr voraussichtlich um 1,5 Prozentpunkte niedriger ausfallen als im Vorjahr, da Ostern 2014 in den späten April fällt.

Zum Handelsauftakt legten die Aktien an der Londoner Börse über vier Prozent zu. Ein Analyst meinte, der Ausblick komme am Markt gut an. Die Zahlen seien überwiegend wie erwartet ausgefallen.

Von: dpa, airliners.de
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