Easyjet wächst stärker als Ryanair

05.10.2018 - 08:09 0 Kommentare

Im September steigert Easyjet die Passagierzahl um 14 Prozent - vor allem durch das Engagement in Berlin-Tegel. Auch Ryanair kommt trotz Streiks auf ein deutliches Plus.

Flugzeuge von Ryanair und Easyjet auf dem Vorfeld. - © © AirTeamImages.com - Alun Morris Jones

Flugzeuge von Ryanair und Easyjet auf dem Vorfeld. © AirTeamImages.com /Alun Morris Jones

Für den September melden die beiden größten Low-Cost-Carrier Europas erneut ein starkes Passagierplus im Vergleich zum Vorjahresmonat. Wachstumstreiber sind dabei weiterhin die aus dem Air-Berlin-Erbe übernommenen Unternehmensteile.

Easyjet hat im vergangenen Monat 8,8 Millionen Gäste befördert, das sind 14,2 Prozent mehr als im September 2017. Erstmals bezieht die Airline in ihre Statistik die Zahlen der Basis in Berlin-Tegel ein, die sie im Januar am ehemaligen Air-Berlin-Hub eröffnete.

Ohne Tegel wächst Easyjet um 5,8 Prozent

In Tegel kam Easyjet laut airliners.de-Information im August auf rund 650.000 Passagiere - die Airline selbst nennt keine offiziellen Zahlen. Setzt man für September eine Zahl in ähnlicher Höhe an, ergibt sich für das Easyjet-Netz ohne Tegel ein Fluggastplus von lediglich 5,8 Prozent.

Durch das schnelle Wachstum verzeichnet Easyjet einen Rückgang der Auslastung: Im September wurden laut Airline-Angaben 92,8 Prozent der angebotenen Flugsitze verkauft, 0,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahresmonat.

Diese Statistik zeigt die Passagierzahlen der Billigflieger Easyjet und Ryanair von September 2017 bis September 2018.

Mit Ryanair sind im September 12,6 Millionen Passagiere gereist, sechs Prozent mehr. Weitere 500.000 Fluggäste beförderte Lauda Motion - die österreichische Niki-Nachfolgerin gehört seit August zu 75 Prozent dem irischen Billigflieger. Rechnet man dieses Volumen hinzu, ergibt sich ein Wachstum von elf Prozent. Die Auslastung liegt bei Ryanair konstant bei 97 Prozent.

Mehr als 400 Flüge mussten nach Unternehmensangaben wegen der zwei Streiktage im vergangenen Monat abgesagt werden. Betroffen waren damit rund 72.000 Passagiere.

Stärker als auf die Verkehrsstatistik wirken sich die Arbeitskämpfe auf die Geschäftszahlen der Ryanair aus: Vergangene Woche gab die Airline eine Gewinnwarnung heraus und kündigte Streckenstreichungen an, unter anderem in Bremen und Weeze.

© dpa-Bildfunk, Jasper Jacobs Lesen Sie auch: Ryanair schließt Basis in Bremen

Von: pra
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