Easyjet steigert Gewinn um mehr als 20 Prozent

17.11.2015 - 14:05 0 Kommentare

Rekordergebnis bei Easyjet: Der Billigflieger hat im abgelaufenen Geschäftsjahr so viel verdient wie noch nie. Airline-Chefin Caroline McCall bestellte neue Flugzeuge.

Easyjet-Chefin Carolyn McCall. - © © dpa - EPA/OLAF KRAAK

Easyjet-Chefin Carolyn McCall. © dpa /EPA/OLAF KRAAK

Gut gefüllte Maschinen und billiger Treibstoff haben dem britischen Billigflieger Easyjet ein weiteres Rekordjahr beschert. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr verdiente die Ryanair-Konkurrentin unter dem Strich 548 Millionen britische Pfund (umgerechnet etwa 777 Millionen Euro) und damit 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die Airline jetzt in Luton bei London mitteilte.

Das Vorsteuerergebnis beträgt 686 Millionen Pfund (rund 979 Millionen Euro). Damit landete die Airline in der Mitte ihrer im Sommer angehobenen Gewinnprognose.

Easyjet rechnet mit mehr Passagieren

"Langfristig sind unsere Aussichten positiv", sagte Vorstandschefin CarolynMcCall. Die Zahl der Fluggäste dürfte pro Jahr um sieben Prozent wachsen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zählte Easyjet rund 69 Millionen Passagiere, sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Umsatz zog angesichts des Preiskampfs in der Branche und der starken britischen Währung zwar nur um 3,5 Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Pfund (6,7 Milliarden Euro) an. Die gesunkenen Kerosinpreise machten dies jedoch wieder wett.

Airline ordert mehr als 60 neue Maschinen

McCall ging erneut auf Einkaufstour und orderte 36 Airbus-Jets aus der A320-Modellfamilie, davon 30 in der spritsparenden Neuauflage A320neo. Damit hat Easyjet jetzt insgesamt noch 186 Airbus-Jets zu erwarten, sie sollen von 2016 bis 2022 ausgeliefert werden. Derzeit besteht die Easyjet-Flotte aus 230 Maschinen.

Das Geschäft der Billigflieger wächst seit Jahren in großen Sprüngen und beschert den Unternehmen glänzende Gewinne. Europas Marktführer Ryanair hatte seine Gewinnprognose Anfang November erneut angehoben und steuert auf den ersten Milliardengewinn seiner Geschichte zu.

© dpa, Thomas Frey Lesen Sie auch: Ryanair schraubt Wachstumsziele nach oben

Für das Jahr 2024 peilt Ryanair-Chef Michael O'Leary jetzt eine Flotte von 546 Flugzeugen und 180 Millionen Passagiere an. Zum Vergleich: Die Lufthansa kam zusammen mit ihren Töchtern Germanwings, Swiss und Austrian Airlines im vergangenen Jahr auf rund 106 Millionen Fluggäste.

Ryanair und Easyjet profitieren von deutlich niedrigeren Betriebskosten und Gehältern als bei klassischen Fluglinien. Die Lufthansa versucht die Konditionen bei ihrer neuen Billigmarke Eurowings in diese Richtung zu drücken, um im Wettbewerb bestehen zu können.

An der Börse ist Easyjet mit umgerechnet 9,6 Milliarden Euro gut anderthalb Mal so viel wert wie die Lufthansa. Ryanair kommt mit 18,8 Milliarden Euro sogar auf den dreifachen Wert des Kranich-Konzerns.

Von: ch, dpa-AFX
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