Easyjet weist dreistelligen Millionenverlust aus

17.05.2019 - 16:40 0 Kommentare

Easyjet hat in den abgelaufenen sechs Monaten Umsatz und Kapazitäten gesteigert. Gleichzeitig flog der Low-Coster aber einen Verlust von 250 Millionen Euro ein. Gründe sind der Brexit und auch die Basis in Berlin.

Airbus-Flugzeug der Easyjet. - © © AirTeamImages.com -

Airbus-Flugzeug der Easyjet. © AirTeamImages.com

Easyjet hat in den ersten sechs Monaten des Finanzjahres (bis Ende März) einen Verlust von umgerechnet 250 Millionen Euro eingeflogen. Damit stieg der Fehlbetrag im Vergleich zum Vorjahr um das Vierfache, teilte der Billigflieger bei der Präsentation seiner Halbjahreszahlen mit. Gleichzeitig stieg der Umsatz um sieben Prozent auf umgerechnet 2,63 Milliarden Euro.

Als Gründe für die hohen Verluste gab Easyjet die Brexit-Hängepartie und fallende Ticketpreise an. Zudem hätten steigende Kerosinpreise auf die Gewinne gedrückt. Die Brexit-Unsicherheiten zusammen mit der schwächeren Wirtschaftsentwicklung in Europa sei nicht gerade förderlich für den Verkauf von Flugtickets zu auskömmlichen Preisen gewesen, hieß es weiter.

Berlin-Geschäft weiter verlustreich

Easyjet-Chef Johan Lundgren sagte, dass sich die Fluggesellschaft dennoch erwartungsgemäß entwickelt habe. Die angebotenen Sitzplatzkapazitäten stiegen in den vergangen sechs Monaten um 14,5 Prozent, hauptsächlich weil die Basis in Berlin-Tegel jetzt erstmalig einberechnet wurde. Diese sei aber weiterhin verlustreich und dämpfe auch das Ergebnis

Derweil stieg die Zahl der Passagiere um lediglich 13,3 Prozent auf 41,6 Millionen. Die Auslastung war um einen Prozentpunkt ruckläufig und lag bei 90,1 Prozent. Die währungsbereinigten Gesamtkosten pro Sitz und ohne Treibstoffkosten sanken den Angaben nach um 1,3 Prozent auf 49,80 Euro.

Billigflieger lässt Jahresprognose unverändert

Lundgren sagte zwar, dass er nicht von einer berauschenden Entwicklung für den Sommer ausgehe. Dennoch passt die Airline ihren Ausblick für das Gesamtjahr nicht an. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Steuern werde voraussichtlich die Erwartungen von Analysten erfüllen, hieß es. Branchenexperten sprachen gegenüber "Bloomberg" von rund 487 Millionen Euro. Das wären rund 170 Millionen Euro weniger als ein Jahr zuvor.

Von: br
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